Weiße und gelbe Schrift auf rotem Hintergrund mit den Worten Focus on how to design

PRETTY, PRETTIER, THE PRETTIEST

Design bedeutet doch nur, Dinge hübsch zu machen. Wir sagen: Blödsinn! Denn erstens liegt Schönheit im Auge des Betrachters und zweitens wagen wir es zu bezweifeln, dass es Kunden primär darum geht, ihr eigenes Logo oder Corporate Design einfach attraktiver zu finden.

Eins, zwei oder drei?

Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht! Um diese Taktik zu vermeiden, sollte man auch ein Designprojekt mit fundierten Fragen beginnen. Oder anders: Wagt sich ein Kunde an ein Corporate (Re-)Design, ohne vorher eine theoretische Auseinandersetzung zu benötigen, heißt das nicht, das man als Agentur keine solchen Fragen stellen wird. Denn auch ein erfolgreiches Design beginnt damit, die Bedürfnisse der Kunden zu verstehen. Wir wollen zufriedenstellendes Design liefern, gute Zusammenarbeit gewährleisten und unnötige Überarbeitungen vermeiden. Und dafür braucht es ein offenes Gespräch, das als Basis für die kreative Zusammenarbeit gilt.

Hier eine Liste der wichtigsten Überlegungen, die einerseits Kunden dabei hilft, eine Agentur noch besser (Achtung: Unwort) zu briefen und andererseits Designer dabei unterstützt, ihr Design noch zielgerichteter zu formulieren:

Die Frage nach dem „Warum“?

Wenn man die Motivation des Kunden versteht, erhält man eine solide Vorstellung davon, welches Ziel der Kunde verfolgt. Die Antwort gibt Aufschluss darüber was man replizieren oder wo man ansetzen muss. Wenn man versteht, was das Design leisten soll, kann man besser begreifen welche Lücken man schließen kann.

Welche Erwartungen werden an das Projekt gestellt?

Gemeinsam mit dem Kunden wird definiert, worin der Output des Projektes besteht, was der Kunde erhält, um so das Projekt in die richtige Richtung zu lenken.

Welche Grundwerte bestimmen das Geschäft?

Wenn man weiß, wofür ein Kunde steht, kann man auch respektieren, woran er glaubt. Einige Projekte können kulturelle oder politische Aspekte haben – diese können möglicherweise ein expliziter Bestandteil des Designs sein.

Wer sind die Top-Konkurrenten?

Durch eine Auseinandersetzung mit dem Mitbewerb des Kunden lassen sich möglicherweise wiederkehrende Elemente oder Strategien erkennen, die sich für das Projekt des Kunden hervorheben lassen oder die eine klare Abgrenzung zur Konkurrenz schaffen.

Was wird am bestehenden Branding gemocht, was nicht?

Quality first: Damit das Design mit vorhandenen Marketingmaterialien harmonieren kann, müssen Bestandsunterlagen gesichtet und auch mit dem Kunden gemeinsam bewertet werden. Es lohnt sich zu wissen, was funktioniert hat und was nicht – insbesondere, wenn es sich um ein Rebranding handelt.

Wer ist die Zielgruppe?

Wer sind die Kunden, in welcher Altersgruppe bewegen sie sich, wollen wir ein weibliches, männliches oder geschlechtsneutrales Publikum ansprechen? Wie verhält sich die jeweilige Kundengruppe, was mag sie? Welche Persönlichkeitszüge prägen sie? Gibt es kulturelle Bedenken? Je detaillierter diese Antworten, desto zielgerichteter kann das Design sein.

Welcher Stil wird gesucht?

Als Designer müssen wir den Geschmack des Kunden einschätzen können. Und meistens haben wir es dabei bei unserem Gegenüber nicht mit Designexperten zu tun. Anstelle von „Möchten sie eine isometrische Abbildung oder asymmetrische Layouts?“ fragen wir „Möchten sie einen ausgewogenen, sauberen Look oder was Experimentelles und Dynamisches?“ Diese Fragen helfen dabei, die Auswahl an kreativen Trends einzugrenzen.

Welche Must-Have-Elemente benötigt das Design?

Gibt es Eigenheiten, die beispielsweise nicht im Designmanual festgehalten wurden? Woran hängt man? Welche Elemente, Themen oder Bilder sind wesentlich?

Wie wird das Produkt vertrieben oder verwendet?

Eine der relevantesten Fragen, denn abhängig von Druckspezifikationen, Produktionstechnik oder Ort der Auflage müssen möglicherweise Farben oder Formate eingeschränkt werden oder es besteht die Möglichkeit das Design speziell zu veredeln.

Wie wird in der Zusammenarbeit kommuniziert?

Viele Kunden bevorzugen ständige Updates, während andere der Agentur Zeit geben, um das Design zu erarbeiten. Wenn klar ist, wie man für den Rest des Projekts zusammenarbeitet, kann man sich mehr auf die eigene Arbeit konzentrieren oder Unterbrechungen vorwegnehmen. Und Aufgaben lassen sich besser planen und vorbereiten.

Wie viel sind Sie bereit, für dieses Projekt auszugeben?

Was uns die Gesellschaft vorgibt: Über Geld spricht man nicht gern. Nichtsdestotrotz gilt es klarzustellen, wie hoch der Basispreis ist und wie Korrekturschleifen verrechnet werden, z.B. pro Stunde oder pro Korrekturschleife.

Wie wird Feedback gegeben?

Es ist ratsam, gemeinsam mit dem Kunden zu definieren, wie oft neue Versionen vorgelegt werden. Einige Kunden lieben es in enger Abstimmung mit dem Designer zu arbeiten. Andere wählen den Hands-Off-Ansatz und geben mehr Freiraum.

Welche Dateien und Formate werden benötigt?

Unbedingt sollte klargestellt werden, wie der Kunde mit den empfangenen Daten umgehen kann. Auf diese Weise kann man abschätzen, welche Art von Lizenzierung für bestimmte Anwendungen erforderlich sind, z. B. Schriftarten und Bilder.

Soweit uns unserer Sicht auf die relevantesten Fragen, die zu Beginn eines neuen Projektes gestellt werden sollten. Der Appell an Designer? Hab‘ keine Angst davor Fragen zu stellen. Denn die Antworten darauf werden dir das Leben leichter machen. Der Appell an Kunden? Sei darauf vorbereitet, dass die Agentur Fragen stellen wird, da sie das Endprodukt besser machen werden.
Ihr habt Fragen dazu oder möchtet gemeinsam mit uns ein neues Projekt starten? Schreibt uns doch an design@foon.at Bis dahin – C U FOON!

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