FOCUS ON LOGOS

DESIGN ME IF YOU CAN

Wenn Firmen an die Erschaffung einer visuellen Identität denken, stellen sie sich meist Fragen wie: Wie sieht mein Logo aus? Wie kann ich durch mein Markenzeichen meine ganze Identität transportieren? Wie kann ich jede Leistung meines Unternehmens darstellen?
Doch ist diese Denkweise noch zeitgemäß?

Die Ästhetisierung des Logos

Mit der wachsenden Fähigkeit in der Zeit der industriellen Revolution Massenprodukte zu erzeugen, kam auch das Bedürfnis den hergestellten Produkten eine Signatur der Erschaffer zu geben. Wer gab Produkten diesen Rahmen? Maler und Künstler, die Werbung innerhalb der Bedingungen, die die jeweilige Kunstepoche vorgab, gestalteten. Und die, wenn man beispielsweise an die Zeit der Affichomanie denkt, Werbung selbst dadurch zur Kunst werden ließen. Erst in den 1960er Jahren wurde erstmals professionelle Marktwirtschaft mit strategischer Werbung verbunden.

Bis zu dieser Zeit waren Inhalte, Fotos und Markenzeichen Werbefragmente, die zwar auf derselben Gestaltungsfläche angeordnet wurden, aber deren Zusammenspiel meist unwichtig war. Das Verständnis dafür, dass diese Einzelteile in ihrer Instanz für sich selbst stehen, ist auch heute noch in unseren Köpfen präsent. In einem Entstehungsprozess wird daher immer noch die Frage nach Logodesign (und dessen Symbolik, Ikonographie, Farbwelt, …) und Slogan gestellt, bevor alles andere entsteht. Das führt jedoch dazu, dass diese Markenelemente oftmals schon so komplex und überladen sind, dass jede weitere Führung von visuellen Botschaften zu viel wäre.

Ist das noch Kunst oder kann das weg?

Auch heute sehen wir, dass Designer sich bei der „Verkünstelung“ eines Logos in eine strategische Sackgasse begeben. Das Logo wird auf weißem Untergrund gezeichnet, mit viel Wert auf Detail und Schmuck, ohne strategisch voraus zu schauen. Einige Zeit später merkt man, dass man sich dabei gar nicht so viel Gedanken gemacht hat, wie und wo es richtig einsetzbar ist, welchen Regeln es folgen muss und wer damit überhaupt in welcher Umsetzung zu tun hat. Es wirkt wie ein Fremdkörper, der lieblos überall beliebig draufgeklatscht wird. Die Bot-schaften und Bilder ringsum können durch alles andere beliebig ersetzt werden. Es gibt keinen roten Faden und Entscheidungen über Inhalte und Ausrichtung sind an impulsive, subjektive Entscheidungen geknüpft.

Das Logo der neuen Generation (Z)

Mit 2019 sind wir nun in einem neuen Zeitalter. Seit den 1960er Jahren hat die Wirtschaft viel Auf- und Abschwung erlebt. Es gab keine neue große industrielle Revolution. Dafür ist der technische Fortschritt mittlerweile so schnell, dass wir von einem andauernden Wandel sprechen können. Bald wird in der Wirtschaft die noch vorherrschende Generation Y durch die Generation Z abgelöst. Diese ist viel selektiver, wenn es um die Wahrnehmung von medialen Botschaften und den Konsum von Produkten geht. Denn diese Generation wurde mitten in den Wandel hineingeboren. Sie haben gelernt sich in einem Milieu des „White Noise“ zu orientieren und „Bullshit“ von Wertvollem im Bruchteil eines Augenblicks zu unterscheiden. Diese Generation und ihre Art des Konsums prägen nun Ästhetik und Funktion.

Zetsationelles Logodesign

Klassische Designer halten noch an starren Logos fest, die auch in der Funktion eines Corporate Design statisch bleiben. Sie tendieren oft dazu einfache Dekoration als Corporate Design zu schaffen, um die Lücken zu füllen. Zeitgenössische Logos jedoch sind mittlerweile oft sekundäre Symbole und Schriften, die aber neuen spannenden Kontext schaffen. Denn sie werden immer wieder neu angeordnet, aufgestellt und bespielt. Ein Zugang, der nicht nur dem Designer, sondern auch dem Betrachter Freude bereitet und starre, alte Fronten bricht.

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