Schrift "Focus on Employer Brands" auf rotem Grund

10 TIPPS FÜRS EMPLOYER BRANDING

Branding? Können wir. Einer Marke eine Identität und ein Gesicht zu verleihen, und das Ganze auf den Punkt zu kommunizieren ist für uns kein großes Ding. Unternehmensmarken, Produktmarken, Dachmarken, Tochtermarken, Arbeitgebermarken… Halt, stopp! Arbeitgebermarken? Was ist das? Und wer braucht das?

Als Arbeitgeber kann man eigentlich nicht über keine Arbeitgebermarke verfügen. Warum? Ist man Arbeitgeber setzt man (absichtlich oder unabsichtlich) unterschiedliche Kommunikationsmaßnahmen und prägt so die Wahrnehmung durch einen Bewerber. Und jedes weitere Tun (und auch Unterlassen) des Personalmanagements, Personalmarketings oder einfach des unfreundlichen Herrn am Front Desk beim Bewerbungsgespräch zahlen weiter darauf ein. So bildet sich bei Bewerbern, aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern ein immer stärker werdendes Bild über ein Unternehmen als Arbeitgeber. Die Arbeitgebermarke oder Employer Brand eben. Eine gute, starke Arbeitgebermarke haben jene Unternehmen, die ihr Employer Branding aktiv in die Hand nehmen. Aber warum machen sie das?

Den “War for Talent” haben McKinsey und Co. schon 1997 ausgerufen – und dieser ist nicht erst 20 Jahre später in vollem Gange. Arbeitgeber können ein (trauriges) Lied davon singen – qualifizierte Arbeitskräfte scheinen immer weniger loyal zu sein und sind noch dazu umso schwieriger zu akquirieren. 30 Jahre im selben Betrieb, ohne auch nur leise aufzumucken oder Forderungen zu stellen, sind ein Bild vergangener Zeiten. Junge, qualifizierte Kräfte haben hohe Ansprüche und das Selbstbewusstsein diese durchzusetzen – oder sich eben umzuorientieren.

Die Herausforderung lautet also: Qualifizierte Arbeitnehmer ansprechen, akquirieren und halten. Eine starke Arbeitgebermarke hilft dabei. Sie spricht genau die richtige Zielgruppe (zum richtigen Zeitpunkt, und über die richtigen Kanäle) an und positioniert das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber. Nach innen und nach außen. Hier kommen FOON’s Top 10 Selbsthilfe-Tipps für Arbeitgebermarken:

Starten wir doch mit Fragen deren Antwort ihr kennen solltet, um die Arbeitgebermarke zu entwerfen:

1. Wer bin ich? Lerne dich selbst kennen!
Was biete ich meinen Mitarbeitern – und zwar nicht nur monetär? Gibt es vielleicht tolle Ausbildungsmöglichkeiten, Homeoffice, eine Betriebskantine, betriebliche Gesundheitsvorsorge? Wie werde ich am Arbeitsmarkt wahrgenommen?

2. Wer arbeitet bei mir? Kenne deine Bewerber, Mitarbeiter und Verflossenen:
Wer arbeitet bei dir? Was treibt diese Menschen an? Warum sind sie gerade bei dir im Unternehmen, und nicht anderswo? Warum bewirbt sich jemand bei dir? Und (ganz wichtig) warum kündigen Mitarbeiter?

3. Wen möchte ich haben? Entwirf deine idealen Mitarbeiter.
Welche Arbeitsmoral bringt der ideale Kandidat mit? Was ist ihm wichtig? Welche Hierarchieform und welche Arbeitszeitregelung bevorzugt dieser? Welche Ausbildung und welche Erfahrung brauchen unterschiedliche Stellen?

4. Was macht die Konkurrenz?
Wer ist mein Wettbewerb? Wie treten meine Wettbewerber gegenüber Bewerbern und Mitarbeitern auf? Was bieten diese an, wie positionieren sie sich?

Identität, Zielgruppe und Wettbewerb bilden die Eckpfeiler für deine neue Arbeitgebermarke. Über die Marke Kommuniziertes muss sich vom relevanten Wettbewerb unterscheiden, den Anforderungen der Zielgruppe entsprechen und intern gelebt werden – sonst verpufft der schöne Traum einer starken Employer Brand schon an Tag 1 eines neuen Mitarbeiters. Wir haben aber noch einige Asse im Ärmel, welche dabei helfen, eine starke Arbeitgebermarke auch richtig zu kommunizieren. Denn wenn im Wald ein Baum umfällt und niemand ist da um es zu hören – macht es dann überhaupt ein Geräusch?

5. Synergien zur bestehenden Unternehmensmarke nutzen:
Die Arbeitgebermarke muss nicht zwingend eine Submarke der Unternehmensmarke darstellen. Die Unternehmensmarke kann sehr positiv auf die Arbeitgebermarke wirken und umgekehrt – hier muss im Einzelfall eruiert werden, wie diese beiden Marken am besten in Einklang gebracht werden.

6. Den Bewerbungsprozess verstehen:
Es ist essentiell für eine gelungene Kommunikation der Arbeitgebermarke den gesamten Prozess von der ersten Berührung mit dem Unternehmen bis zum unterschriebenen Arbeitsvertrag zu verstehen. Und die Botschaften und Medien dementsprechend anzupassen.

7. Relevanz schaffen:
Relevanz wird dadurch geschaffen, dass die Bedürfnisse des Bewerbers verstanden und richtig erfüllt werden. So werden den Bewerber beispielsweise bei der ersten Berührung mit einer Marke keine Stellenbeschreibungen interessieren – und bei der Bewerbung selbst keine Imagesujets.

8. Jetzt wird’s persönlich:
Wir alle mögen es, wenn man unseren Namen weiß und auch verwendet. Bewerber erwarten dies. Sobald ein potenzieller Mitarbeiter in den persönlichen Kontakt tritt, muss dieser und sein Fortschritt im Bewerbungsprozess der Ansprechperson bekannt sein.

9. Social Radar einschalten:
Was auf den sozialen Netzwerken über einen Arbeitgeber gesagt wird, das schafft bleibenden Eindruck. Bewertungsportale wie kununu oder glassdoor sind nur dafür da, sich über Unternehmen als Arbeitgeber zu informieren – und auch Xing, LinkedIn und Co. sind in diesem Bereich extrem relevant. Antworten, Verständnis für den Bewerber und Präsenz eines Unternehmens kommen bei der Recherche des Bewerbers gut an.

10. Last, but definitely not least – Schönheit kommt von innen:
Wir können die beste Arbeitgebermarke entwerfen, superrelevant kommunizieren und viele qualifizierte Bewerbungen generieren. Hält die Employer Brand aber intern nicht was sie verspricht, ist der Effekt am Ende ein negativer. Denn Word-of-Mouth wiegt immer noch schwerer als die beste Werbung.

Die Quintessenz? Du findest keine passenden Mitarbeiter und willst dringend etwas dagegen tun? Beginne bei deiner Employer Brand. Mach sie konkret. Formuliere was dich auszeichnet und platziere diese Botschaften auf den richtigen Kanälen.

Du findest unsere Tipps großartig, aber benötigst Hilfe dabei, sie umsetzen und die richtigen Aussagen zu finden? Kein Problem – FOON is here to help. Schreib uns doch einfach an consulting@foon.at !

Noch mehr FOON Spirit und News aus dem FOONIVERSE gibt es auf unserer Website www.foon.at oder unseren Social Media-Kanälen:

Facebook
Instagram
Twitter