Text Focus on Pitch Briefings

PITCH PERFECT

Pitches – ein beliebtes und für Unternehmen oft günstiges Prinzip, um aus einer Vielzahl von Agenturen die für das Projekt geeignetste auszuwählen. Damit aus einer effizient gedachten Methode ein effektives Ergebnis sowohl für Kunde als auch Agentur entstehen kann, braucht es – unserer Meinung nach – ein richtig gutes Briefing.

DAS PITCH BRIEFING ODER DER HEILIGE GRAL

„Machen wir bei dem Pitch mit?“, eine Frage, die bei FOON vielfach diskutiert wird. Da es selten an Motivation mangelt, sich einer Wettbewerbspräsentation zu stellen, liegt die Antwort oft an der Genauigkeit der Parameter, die im Vorfeld angegeben werden. Denn öfter als man glaubt, ist für die Agentur die zentrale Aufgabenstellung aus dem Erstbriefing nicht deutlich ablesbar. Und man benötigt ein Rebriefing – einen gemeinsamen Termin – um überhaupt die Ausgangslage verstehen zu können. Eine erste Zeitverzögerung entsteht.

Ist das Briefing des Unternehmens bzw. der Marke von Beginn an gut, profitiert auch die ausschreibende Stelle von der Auseinandersetzung und Analyse der aktuellen Situation. Viele Learnings entstehen schon beim Erstellen des Briefingdokumentes. Die Quintessenz: Briefing gut, vieles gut. Denn damit legt man oft schon den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Wir haben uns Gedanken gemacht: Was müssen, sollen, wollen wir wissen, um richtig gut pitchen zu können? Ein Leitfaden.

THIS IS HOW WE (WOULD LIKE TO) DO IT.

1. Pain Points & Ziel des Projektes
Am Anfang war das Warum. Bitte erklärt uns in einem Satz was euch ausmacht und wo es richtig weh tut. Und daraus leitet ihr das Ziel des Projektes ab.

2. Hintergrund
Erklärt uns euer Unternehmen, euer Produkt oder eure Dienstleistung genauer. Seit wann existiert es? Welche Idee liegt ihm zugrunde? Wie soll es sich weiter entwickeln? Welche Menschen stecken dahinter? Gibt es ein gegenwärtiges Problem das gelöst werden muss?

3. Die Marke
Wie seid ihr als Marke (im Vergleich zum Wettbewerb) positioniert? Was zeichnet euch daher als Marke aus? Welche Nutzen versprecht ihr euren Kunden? Was zeichnet eure Brand Experience aus? Woher kommt der Name? Für welche Werte steht ihr? Wie setzt ihr diese um? Wie kommuniziert ihr? Aus welchen Bestandteilen setzt sich euer Corporate Design zusammen? Wo liegen in diesem Kontext eure größten Herausforderungen?

4. Zielgruppen und Key Insights
Wer ist eure Zielgruppe? Welche demographischen Daten aber auch Bedürfnisse, Motive, Herausforderungen gibt es in diesem Kontext? Wurden bereits Personas entwickelt? Wie verläuft die Customer Journey der Zielgruppe?

5. Touchpoints
Welche Touchpoints werden aktuell von der Marke wie gestaltet? Was sind die zentralsten Touchpoints aus Zielgruppensicht bzw. aus Unternehmenssicht? Sollte es bereits eine Funnelstrategie geben, ergänzt diese gerne.
Mehr über Funnelstrategien könnt ihr hier lesen.

6. Wettbewerb und Benchmarks
Wer sind die Konkurrenten? Was sind die Gemeinsamkeiten und Unterscheidungsmerkmale? Gibt es (branchenfremde) Benchmarks, an denen man sich orientieren kann/soll?

7. Zusammenfassung, NoGos und Must-Haves
Wie lauten nun die zentralen Aufgabenstellungen für uns? Benennt so konkret wie möglich, was NICHT verändert werden darf und erfüllt werden MUSS.

8. Timing, Milestones,Ansprechpartner
Nennt uns die wichtigsten Termine, die zu liefernden Inhalte und Ansprechpartner für fachliche, technische und kaufmännische Angelegenheiten.

9. Budget!
Wie groß wir für euch denken dürfen, steht oft in Abhängigkeit zum vorhandenen Budget.

GUTES BRIEFING = ERFOLGSGARANT FÜR …

… das Unternehmen?
Ein klares Ja. Ist man sich der eigenen Inhalte bewusst, fällt die Formulierung der Aufgaben-stellung deutlich leichter.

… uns als Agentur?
Wenn Erfolg den Pitchgewinn meint, dann Nein. Schließlich soll jede am Pitch beteiligte Agentur das gleiche Briefing erhalten. Die Teilnahme an einem Pitch birgt auch trotz bestem Briefing immer Risiken, die wir schwer beeinflussen können. Wenn Erfolg die Qualität der Lösung meint, dann Ja. Deutlich formulierte Lösung = deutlich formuliertes Ergebnis. Manchmal braucht es aber auch den Mut der Agentur, den im Briefing vorgebeben Horizont zu erweitern, um zu einem noch besseren Ergebnis zu kommen.

Ihr möchtet uns zu einem Pitch einladen? Schreibt uns!

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