SCHWIMM VOR DEM STROM!

Was ist das Schönste an einem Trend? Wenn man ihn erkennt, bevor er überhaupt zu einem wird. Unsere Aufgabe als Agentur ist es, ständig Augen und Ohren offen zu halten, um einschätzen zu können, welche Tendenz sich zu einem Strom entwickelt und worauf verzichtet werden kann. Diese Themen sehen unsere Profischwimmer 2019 als besonders beobachtenswert an:

STEFAN ADELMANN, MARKETING CONSULTANT: „WALK THE (FUNNEL) LINE.“

Gleich vorweg: Jeder Marketing Funnel ist immer noch besser als kein Funnel. Wir sollten jedoch vieles – wenn auch nicht alles – von dem vergessen, was wir über den Marketing Funnel wissen. 2019 wird das Jahr, in dem wir uns endgültig von einer linearen Vorstellung des Marketing Funnels verabschieden. Google Studien zeigen deutlich, dass die Userinnen und User munter durch die Funnelstufen springen. Ein Schritt nach vor, zwei Schritte zurück um danach drei Schritte auf einmal zu nehmen – keine User Journey gleicht der zweiten, jede Journey ist so einzigartig wie der User selbst. Um weiterhin erfolgreich zu sein, müssen sich Unternehmen 2019 stärker an das Thema Marketing Automation herantasten. Es braucht ein reaktionsfreudiges System, das sich an den Intent des Users in jeder Phase seiner Reise anpasst. Nur so ist eine schnelle und reibungslose Experience in jeder einzelnen Funnelstufe möglich.

TOM WAGNER, SENIOR ARTDIRECTOR: „TYPOGRAFIE WIRD 2019 MASSIV SEIN“

Als untrennbarer Teil des Grafikdesigns folgt auch Typografie bestimmten Trends. Trends per se sind zum Teil flüchtige Erscheinungen. Ein Trend, der aber in den letzten Jahren nicht verblasst, sondern immer stärker in den Mittelpunkt rückt: Groß und mutig eingesetzte Typografie. Kombinationen verschiedener Schriftstärken und Laufweiten, sowie zwischen vertikaler, diagonaler und horizontaler Ausrichtung werden 2019 die Norm sein – sogar verzerrte Typografie-Looks kommen zum Einsatz. In vielen Fällen wird die Typografie Bilder ersetzen.

“Die Designsprache 2019: laut, bunt, plakativ.”

Dies drückt sich in Flat-Designs, Animationen, 3D-Grafiken, Isometric-Designs, Symmetrie/Asymmetrie sowie in offenen Kompositionen aus. Die Typografie wird definitiv von keinem dieser Trends überstrahlt, sondern ist ein gutes Werkzeug um diese Trends zu verstärken. Allein durch die Verwendung von 3D-Typografie können Grafiker im Jahr 2019 in eine völlig neue Welt eintauchen.

Beispiel für plakative Typografie
Ein graphisches Universum, das rund um eine skalierbare Typografie entwickelt wurde. Quelle: www.behance.net/gallery/71229861/Trempo-s2017
Isometrisches Design und starke Typografie in lila und rot auf schwarzem Grund
Isometrisches Design und starke Typografie. Quelle: www.behance.net/gallery/63362547/Songs-And-The-City-Typography-Billboards

GEORG LIPPITSCH, CREATIVE DIRECTOR: „BRANDNEUE STADTTEILE – BRANDNEUE NACHBARSCHAFTEN“

Städte wachsen in einem immer größer werdenden Maßstab: Ganze neue Stadtteile schaffen Platz für all jene, die vom Angebot einer Stadt profitieren wollen. Aber: Trotz der großen Dimension an gewonnener Fläche bleibt der Maßstab dafür der Mensch. Und das bedeutet auch 2019 für Orte, dass man sich über Identität um Aufenthaltsqualität bemühen muss. Was man bei einem Menschen Selbstfindung nennt, heißt bei einem Unternehmen Rebranding. Bei einem Ort? Da finden wir den Begriff Selbstfindung passend. Geht es doch um das Finden, das Entdecken des Wesens eines Ortes. Ein Ort hat einen Kontext, eine Geschichte und eine Bedeutung, die es zu kommunizieren gilt. Allerdings unter Berücksichtigung der zentralsten Herausforderung: Human focus! Um es mit Worten von Wally Olins zu formulieren: „Die Bohnen in der Dose müssen nicht nach ihrer Meinung zum Label auf der Verpackung gefragt werden.“ Anders bei Städten und Regionen. Denn diese Projekte führen nur dann zum Erfolg, wenn die Bevölkerung, die den Ort definieren soll, miteingebunden wird und sie so ihre „Neighborhood“ mitprägen kann. Mehr dazu wird man im nächsten Jahr im Zuge eines Grazer Projektes von uns hören!

MARCUS POHORELY, CTO: „WORDPRESS MOVES TO GUTENBERG“

Passend zur Weihnachtszeit schlägt WordPress in Sachen Editing- und Developmentexperience eine neue Richtung ein und die nennt sich „Gutenberg Editor“. Welche zentralen Veränderungen bringt Gutenberg mit sich? Für das Backend bedeutet er, dass Seiten nachdem Speichern nicht mehr neu geladen werden, sondern die Kommunikation mit dem Server nur über API Aufrufe im Hintergrund passiert. Im Frontend wird mit React ein UI Framework eingeführt, welches sich 2018 bereits in Webapplikationen durchgesetzt hat und nun mit Hilfe von WordPress den Weg in den Mainstream findet.

Der Wechsel zu dem neuen Editor ist vor allem in der Entwicklerszene nicht unumstritten, es gibt viele Vor- und Nachteile in der Benutzung. Allen, die Panik bekommen den “alten” WordPress Editor zu verlieren, sei gesagt: Bis 2021 wird dieser von WordPress noch mitgetragen und bleibt vollintegriert. Wir freuen uns auf die Herausforderungen und neuen Möglichkeiten, die Gutenberg bietet, um unseren Kunden eine noch bessere Experience beim Verwalten ihrer Webseiten zu bieten.

Eines kann man aber jetzt schon sagen: 2019 wird – so oder so – das Jahr des neuen WordPress Editors.
Den Editor testen: wordpress.org/gutenberg/

MARINA BECKER, ONLINE MARKETING MANAGER: „GO BRICK-AND-MORTAR“

Die Spatzen pfeifen es schon längst von den Dächern: Online only war gestern, Omni-Channel ist das neue Erfolgskonzept. Wenn selbst Branchenriesen wie Amazon oder Alibaba inzwischen stationär mitmischen – und das nicht nur versuchsweise, sondern mit Retail-Monstern wie Wholefoods oder Hema – ist es vielleicht auch an der Zeit für kleinere Businesses die zahlreichen Möglichkeiten außerhalb des World Wide Web zu erforschen. Da gibt es viele: von den Evergreens wie Messen oder Direktvertrieb von Online-Only-Produkten, bis hin zu modernen Konzepten wie eigene Schaufensterplätze für Produkte die nur online erwerblich sind. In solchen wird nicht nur der Kunde um ein haptisches Erlebnis bereichert, sondern kann auch direkt Fragen zum Produkt stellen und gibt durch umfassende Tracking-Einrichtungen qualifiziertes Feedback für die Produktentwicklung und Kommunikation. So wird das stationäre Erlebnis zu einem Turbo für den Online-Vetrieb.

Umgekehrt funktioniert das Ganze, das ist nichts Neues, übrigens genauso gut: Stationäre Platzhirschen rüsten mit großen, digitalen Schritten auf. Vom Electronic Shelf Label bei Billa oder Media Markt zu diversen Online-Shopping Konzepten, die nahtlos ins System der Brick-and-Mortar Stores übergehen. Omni-Channel ist das neue Cool – Go Offline, oder eben Online.

SARAH DONKO, HEAD OF MARKETING CONSULTING: „HOLISTIC AND DYNAMIC“

Wir folgen nicht nur den aktuellen Trends, wir schaffen unsere eigenen! Coming FOON: das FOON-Markenmodell verweist herkömmliche Modelle in ihre – oftmals starren – Schranken.

Marken von heute brauchen Dynamik und müssen holistisch betrachtet werden. Zahlreiche Markenmodelle „nageln“ Marken jedoch regelrecht auf einer Position fest. Die dynamische Markenentwicklung zeitgemäßer Marken lässt sich in diesen Modellen oft nur schwer abbilden, starre CD-Manuals rauben dem Markenbild zudem oft noch jegliche Beweglichkeit und lassen keinen Raum für Entwicklung. FOON entwickelt daher aktuell ein eigenständiges Markenmodell, das die aus unserer Sicht wesentlichen Komponenten zeitgemäßer Marken berücksichtigt. Neben der Brand Identity betrachten wir auch die Experience (online wie offline), die eine Marke ihren Kunden bietet und beschäftigen uns intensiv mit der Brand Intelligence – dem Umgang mit Daten sowie dem datenbasierenden Wissen über Kundenbedürfnisse. 2019 wird also auf jeden Fall ein spannendes Jahr – stay tuned!

VOM SCHWIMMFLÜGERLTRÄGER ZUR ÄRMELKANALDURCHQUERUNG?

Sie wollen Ihr Unternehmen beschleunigen oder sich mit uns zu einem Trendthema austauschen? Schreiben Sie uns doch auf consulting@foon.at

Bis dahin – C U FOON!

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