Titelbild Trends 2018

MARKETING-TRENDS 2018: FOCUS!

2018 wird die Audience noch stärker ins Zentrum gerückt – alles dreht sich darum, das Markenerlebnis für den einzelnen Menschen so spannend und praktisch wie möglich zu gestalten. Klingt erstmal nicht nach großen Neuigkeiten? Unsere Experten haben sich das für euch genauer angesehen. Let’s have a look.

MAGDALENA LEHNER, HEAD OF SOCIAL MEDIA:
GREIFBARE MARKEN-ERLEBNISSE

Das Schlagwort „Erleben“ wird 2018 für jegliche Social Media-Inhalte wesentlich sein. Dabei rückt der User noch stärker in den Fokus. “Social Media Marketing-Maßnahmen müssen es schaffen, ein greifbares Markenerlebnis zu bieten, um die Aufmerksamkeit der Audience zu gewinnen und diese auch zu halten.” Technologien wie Augmented Reality, Live Streaming und Digital Hangouts werden also weiterhin an Bedeutung gewinnen, Bewegtbildcontent in jeglicher Form steht auch 2018 ganz oben auf der Prioritätenliste in Sachen Social Media Marketing. Und auch das Thema Influencer Marketing sehen wir stark für 2018. Und nein, Influencer Marketing ist nicht tot. Der Erfolg unserer Projekte in Zusammenarbeit mit Influencern zeigt uns, dass es hier nach wie vor enorm viel Potenzial für Unternehmen gibt. Für erfolgreiche Kampagnen fokussieren wir auch im Jahr 2018 auf die drei Schlagworte Authentizität, Zieldefinition und Messbarkeit. Last but not least: Storys auf Instagram, Facebook oder Snapchat werden im nächsten Jahr besonders relevant für Unternehmen sein. Temporäre Inhalte sorgen für starkes Engagement – das liegt vor allem an ihrer Kurzlebigkeit und ihrer Authentizität. Dennoch sehen wir für 2018 die Professionalisierung dieser Formate als wesentlich – vor allem in Hinblick auf das Story-Branding.

TOM WAGNER, SENIOR ARTDIRECTOR:
RESPONSIVE LOGOS

Alles Alte wieder neu – 2018 wird ein Jahr der Modernisierung von Grafikdesigntrends aus der Vergangenheit. Ganz wesentlich dabei ist das Thema Responsive Logos. “Vor allem das Flat Design der letzten Jahre kehrt zurück. Minimalismus und Vereinfachung werden fortgeführt, einige alte Favoriten modernisiert und mit aktualisierten Looks wieder zurück ins Rampenlicht gerückt.” Es ist zehn Jahre her seit das Schlagwort “Responsive” das Web revolutioniert hat. Der rasante Anstieg mobiler Surfer hatte kritische Usability-Probleme für traditionelle Websites geschaffen. Designer und Entwickler begannen zu experimentieren. Dies bildete die Grundlage für das, was wir heute als Responsive Design kennen. Aber: Responsivität auch für Logos zu schaffen, ist nach wie vor kaum denkbar. Unternehmen haben ihre Logos in den letzten Jahren modernisiert und vereinfacht; ein responsives Logo-Design wäre der logische nächste Schritt, um die Anforderungen von heute zu erfüllen.

Responsive Logos Blogbild Quelle: http://www.responsivelogos.co.uk

Der Digital- und Interaktionsdesigner Joe Harrison hat zum Beispiel ein experimentelles Projekt namens “Responsive Logos” auf die Beine gestellt (http://www.responsivelogos.co.uk), um die Erstellung von skalierbaren Logos für einige der größten Marken der Welt zu erforschen. Es bleibt abzuwarten, in welcher Form sich dieser spannende Trend weiterentwickelt. Doch aus unserer Sicht ist klar: Responsive Logos sind ein wesentlicher Schritt in Richtung Zukunft. Unternehmen, die in der digitalen Welt mithalten wollen, sollten sich diesen Trend für 2018 vormerken.

SONJA HASENHÜTL, ONLINE MARKETING CONSULTANT: USER-ZENTRIERTES SEO

Spätestens ab 2018 sollte es allen Webseiten- bzw. Webshop-Betreibern klar sein: “Seiten werden für User optimiert und nicht mehr nur für Suchmaschinen.” Googles erklärtes Ziel ist es, Usern die bestmöglichen Ergebnisse für ihre Suchanfragen zu liefern. Alles andere würde den Marktführer ins Wanken bringen. Dank Artificial Intelligence (AI) – also künstlicher Intelligenz – und Machine Learning versteht Google die tatsächlichen Suchintentionen der User immer besser. Die Suchmaschine reiht daher jene Seiten, die diese Intentionen am besten bedienen, vor jenen, die ausschließlich auf technisch sauberes SEO setzen. Schnelle Ladezeiten, Mobile First und dergleichen sind selbstredend Must-haves. Webseitenbetreiber müssen sich die zentrale Frage stellen: Was möchte der User auf meiner Seite finden und welchen Zusatznutzen kann ich ihm bieten? Das sind keine mind-blowing News, trotzdem sehen wir täglich, dass es bei vielen an der Basis hapert. Wer hier 2018 immer noch nicht in die Gänge kommt, wird es schwer haben, gegen den Mitbewerb zu bestehen.

PHILIPP BAUMGARTL, PERFORMANCE MARKETING SPECIALIST: MICRO-MOMENTS FÜR MACRO-PROFITS

Rund 9 von 10 User nutzen ihr Smartphone, um damit Recherchen durchzuführen, den Status ihres sozialen Umfelds einzusehen, Produkte zu kaufen, eine Bewertung zu einem Lokal abzugeben, Videos zu konsumieren, Videos zu erstellen, einen Highscore zu knacken, ein Pokémon zu fangen, Collagen zu … – ihr seht schon, diese Liste nimmt kein natürliches Ende. “Die erfolgreichsten Unternehmen sind daher bei jedem entscheidendem Micro-Moment zur Stelle und versorgen den User mit zielgerichtetem und kontextuellem Inhalt.” Tatsächlich hat sich die Anzahl dieser sogenannten Micro-Moments innerhalb der letzten Jahre vervielfacht und dafür gesorgt, dass sich die Customer-Journey noch weiter verlängert. Dabei reicht es nicht aus, nur “da” zu sein; man muss Relevanz bieten und eine schnelle (und vor allem gewünschte) Folgereaktion ermöglichen, und das bis zu 150 Mal am Tag – Tendenz stark steigend. Mit holistischen Maßnahmen endet die Customer-Journey genau dort, wo es sich unsere Kunden als auch deren Kunden wünschen.

SARAH DONKO, HEAD OF MARKETING CONSULTING: GUTE STORYS, PROFUNDE DATEN

Einer Umfrage einer britischen Marketingplattform zufolge benennen Marketer die Themen „Content Marketing“, „Big Data“ und „Artificial Intelligence and Machine Learning“ als die wichtigsten Trends für 2018. Tatsächlich deckt sich das erstaunlich gut mit den Themen, die uns und unsere Kunden im vergangenen Jahr beschäftigt haben und auch im kommenden Jahr zunehmend beschäftigen werden. Nicht bahnbrechend neu, aber dennoch dominierend in allen Überlegungen rund um den optimalen Marktauftritt unserer Kunden ist das Thema Content Marketing. Nicht das Unternehmen und sein Portfolio, sondern gute Storys stehen im Mittelpunkt der Kommunikation. “Wer durch die Relevanz seiner Inhalte bei Kunden punktet, festigt zugleich die Kundenbeziehung – eine entscheidende Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg.” Um eben diese Kunden immer besser kennenzulernen und das Angebot auf die individuellen Bedürfnisse zuzuschneiden, stehen Unternehmen mittlerweile eine Vielzahl an Daten zur Verfügung. Marketiers setzen schon seit vielen Jahren auf Predictive Analytics zur Erkennung von komplexen Zusammenhängen in großen Datenmengen und nutzen sie zur Vorhersage von Kundenverhalten und Markttrends. Das Entwicklungstempo nimmt zu und mit ihm die Gefahr zurückzubleiben. Big Data zu ignorieren ist keine Option mehr – eine vernünftige Big Data-Strategie hingegen etwas, was viele Unternehmen bislang verschlafen haben. Aus den umfassenden Möglichkeiten zur Datengewinnung entsteht aber nicht nur Input für Marketingmaßnahmen, sondern auch zunehmend neue Geschäftsfelder. Klassische Geschäftsmodelle werden zunehmend hinterfragt, angepasst und in neue Modelle umgewandelt. Smart Factory, Machine Learning und Internet of Things sind Schlagworte, die vor allem im Industriesektor zunehmend an Bedeutung gewinnen. Hier geschehen gerade massive Umbrüche, die wir zum Teil begleiten dürfen.

Was lernen wir nun für 2018: FOCUS ON PEOPLE. Was Experten schon immer predigen, gilt natürlich auch für das kommende Jahr. Aber die Methoden, derer wir uns bedienen können, haben sich verändert und weiterentwickelt.

FOCUS ON PEOPLE

Bei allen Markenerlebnissen, die wir schaffen, muss die oberste Prämisse sein, dem User nur das Allerbeste zu bieten. Dabei haben wir aktuell ein immenses Instrumentarium zur Hand, mit dem wir diese hehre Absicht in die Tat umsetzen können. Im Social Media Marketing setzen wir auf spannende Bewegtbildtechnologien, um Erlebnisse zu schaffen, die Menschen begeistern. Wir denken das Thema „Responsive“ weiter: Skalierbare Logos sollten keine bloße Zukunftsmusik mehr sein. SEO wird persönlich: Stärker denn je optimieren wir für Menschen und nicht für Suchmaschinen. Wir entwickeln zielgerichtete Micro-Moments, um User erfolgreich abzuholen und auf den richtigen Weg zu schicken. Content bleibt also weiterhin King und ist gestützt durch Big Data ein Muss in den kommenden Monaten.

2018 wird ein spannendes Jahr mit vielversprechenden Möglichkeiten im (Online) Marketing. Wir freuen uns auf all jene unter euch, die wir dabei begleiten dürfen. Till then – see you FOON!

Noch mehr FOON Spirit und News aus dem FOONIVERSE gibt es auf unseren Social Media-Kanälen:

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Titelbild Tag des Punktes

IM SCHATTEN VON BUCHSTABEN UND ZIFFERN

Sie sind die großen Stars aller Texte und Rechnungen – jene 26 Buchstaben und drei Umlaute, die sich zu mächtigen Wörtern vereinen und jene zehn Ziffern, die aneinandergereiht eindrucksvolle Zahlen bilden können. Im Schatten dieser 39 Protagonisten entfaltet einer still und heimlich seine Wirkung. Die Rede ist vom Punkt, dem unscheinbaren Helden vieler Geschichten. Fragezeichen und Rufzeichen bauen auf ihm auf und wären gerne so stark wie er. Am 15. September wird ihm zu Ehren der Internationale Tag des Punktes gefeiert. Und den hat er sich auch redlich verdient. Unser Loblied auf den Punkt.

“Die große Herausforderung beim Punkt liegt darin, ihn an der richtigen Stelle und im richtigen Moment einzubauen. Denn richtig eingesetzt, kann er die unterschiedlichsten Dinge vollbringen.” Er kann Träume beenden oder aber auch Hoffnung schenken. Zugleich ist er auch ein Zeitreisender. Er war bei der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung vor rund 240 Jahren dabei und als Bob Dylan im Jahr 1964 „The Times They Are A-Changin’“ schrieb. Dylan hatte Recht. Die Zeiten ändern sich. Der Punkt bleibt als Konstante bestehen, egal wie stürmisch die Zeiten sind.

Der Punkt begleitet uns auch ständig in unserer Agenturarbeit. Unzählige Male kommt er Tag für Tag zum Einsatz – egal ob im Design, in der Entwicklung oder in der Konzeption. Für uns ist er mehr als ein – meist rundes, hin und wieder auch eckiges – Zeichen. Er ist für uns zugleich Ziel und Messlatte unserer Arbeit, denn wir wollen die Dinge auf den Punkt bringen. Und in einer Welt der Fokussierung liegt darin die große Herausforderung.

Einen Punkt zu setzen, erfordert auch Mut, denn es ist die bewusste Entscheidung, einen Gedanken zu beenden. Je kürzer der Satz, desto aussagekräftiger ist er. Ein kurzer Satz ist aber auch angreifbar. Er ist nackt und verwundbar. Viele verstecken sich deshalb lieber in endlosen Schachtelsätzen. Mit Schachtelsätzen erschaffen wir ein Klima der Vernebelung und zerstreuen die Aufmerksamkeit unseres Gegenübers. Wir blenden andere mit ausschweifenden Sätzen, weil wir in der Kürze nicht überzeugen können. Kurze Sätze stehen demnach für klare Gedanken und sind ein Ausdruck des Respekts vor unserem Gegenüber. Kurz und prägnant zu sein, ist schwieriger als lange und ausschweifend. „Ich schreibe dir einen langen Brief, weil ich keine Zeit habe, einen kurzen zu schreiben.“ Dieser berühmte Satz wird wahlweise Johann Wolfang von Goethe, Blaise Pascal oder Georg Christoph Lichtenberg zugeschrieben. Menschen, die die Kunst des Punktes gemeistert haben.

Ein guter Freund hat mir einmal erklärt, dass in einem guten Text Frage- und Rufzeichen nur spärlich eingesetzt werden, weil der Punkt selbst genug Kraft entwickle. Diesen Ratschlag nehme ich mir zu Herzen. Deshalb gibt es in diesem Beitrag nur ein Rufzeichen. Versprochen! Aus Respekt vor dem Punkt, denn ohne ihn wäre alles nur halb so schön und halb so aussagekräftig.

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Statement "WHO AM I" auf leuchtend grünem Hintergrund

WARUM MAN IN 7 TAGEN ZWAR DIE WELT,
ABER KEIN CORPORATE DESIGN ERSCHAFFEN KANN

Bei FOON gehört es zu unseren zentralsten Aufgaben Corporate Designs zu entwickeln. Viele unserer Kunden möchten, dass wir sie auf dem Weg hin zu einem, von Grund auf überarbeiteten, visuellen Erscheinungsbild begleiten. Und das machen wir dann auch sehr akribisch: Wir fragen nach, wir diskutieren, wir experimentieren, wir entwickeln Entwürfe, wir verwerfen Entwürfe, wir überarbeiten und finalisieren. Am Ende stehen im Optimalfall ein Corporate Design, das unseren Kunden widerspiegelt sowie fröhliche und zufriedene Gesichter. Kurzum: Kunde glücklich, FOON glücklich.

Wenn wir die Romantik-Brille abnehmen, dann blicken wir auf einen Prozess, der häufig ein sehr mühsamer und langwieriger ist. Warum? Weil die Entwicklung eines Corporate Designs mehr als das Entwerfen von Logos, Farb-, Schrift- und Bildwelten ist. Im Idealfall liegt davor ein theoretischer Prozess, der ergründet, wer man eigentlich ist. Der ergründet, welche Identität dem Unternehmen zugrunde liegt – die Corporate Identity.

Auch intern sind wir in den vergangenen Monaten, nach der Fusion zweier Agenturen, vor die Frage gestellt worden: Wer sind wir denn nun eigentlich? Wie passen wir zusammen? Was macht uns in der neuen Konstellation aus? Wie heißen wir denn jetzt eigentlich? An diesem Punkt mit einem Corporate Design zu beginnen, wäre wie ein Schuss ins Blaue gewesen. Man hätte sich auf rein ästhetische Faktoren gestützt, auf das – um es in Social Media Termini zu formulieren – „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“. Deshalb stand zunächst unsere eigene Wesensfindung auf dem Programm. Und er danach die Entwicklung unseres neuen Corporate Designs.

Identität vs. Geschmack

Die Kunst in der Entwicklung eines Corporate Designs besteht darin, dass es seine visuelle Wirkung nach außen und innen entfaltet. Sowohl für die Endkunden als auch für die eigenen Mitarbeiter soll es eine visuelle Richtlinie sein, wofür ein Unternehmen steht. Für das Unternehmen soll es gleichzeitig Ziel und auch Spiegel des unternehmerischen Selbstbildes sein. Auf Logo, Farb- und Schriftbild eines Unternehmens zu blicken, heißt auch auf die Menschen und die Kultur im Unternehmen zu blicken.

“Die Frage sollte nicht in erster Linie sein, ob das Design „gefällt“ oder „nicht gefällt“, sondern ob es „stimmt“ oder „nicht stimmt“.”

Seit es Corporate Designs gibt, gibt es auch die Diskussion über Identität und Geschmack. Diese Diskussion ist oftmals der Ausdruck unterschiedlicher Zielsetzungen. Agenturen haben den Anspruch ein Corporate Design zu entwickeln, das die Identität eines Unternehmens ausdrückt und gleichzeitig auch Identität im Unternehmen stiften kann. Kunden setzen hingegen häufig einen ästhetischen Maßstab an. Wenn Kunden mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, dann hören Agenturen häufig, dass die Designs dem Kunden „nicht gefallen“. Auf Nachfrage, warum das so ist, bekommen sie meistens Antworten, die einen persönlichen Geschmack ausdrücken (a la „Die Farbe gefällt mir nicht“). Die Frage sollte jedoch nicht in erster Linie sein, ob das Design „gefällt“ oder „nicht gefällt“, sondern ob es „stimmt“ oder „nicht stimmt“.

Ja, ein Corporate Design verfolgt natürlich eine ästhetische Zielsetzung. In erster Linie geht es aber darum, ob das Zusammenspiel aus Logo, Farben, Schriften und Bildern die Identität eines Unternehmens visuell richtig, d.h. authentisch, darstellt. Im Idealfall trifft das Corporate Design genau den Nerv des Unternehmens und damit: seine Identität. Kunden sehen das Design und darin auch ihr eigenes Unternehmen. Sie sehen beispielsweise scharfe Schriftkanten und erkennen darin die klaren Entscheidungsstrukturen in ihrem Unternehmen.

Ein ganz besonderer Kunde

In den vergangenen Monaten haben wir am Corporate Design eines äußerst anspruchsvollen Kunden gearbeitet: an unserem eigenen. FOON als Kunde von FOON sozusagen. Nachdem sich unsere Agentur in den vergangenen Monaten erweitert und neu aufgestellt hat, galt es, diese Veränderungen auch in der eigenen Corporate Identity und dadurch im Corporate Design auszudrücken.

Die Entwicklung einer Corporate Identity ist auch eine Phase der Analyse und Weichenstellung. Es gilt den großen Bogen zu spannen: Woher kommen wir, wo stehen wir, wohin wollen wir gehen. Was auf den ersten Blick philosophisch anmutet, ist auch zutiefst unternehmerisch. Deshalb haben wir die Möglichkeit genutzt, um gleich den gesamten visuellen Auftritt unserer Agentur von Grund auf zu überarbeiten und uns neu zu positionieren.

Warum FOON so aussieht, wie FOON eben jetzt aussieht

Oder: Wer sind wir? Wir sind eine Agentur, die den Kunden ins Zentrum stellt und ein Unternehmenslebenlang begleitet. Wir sind eine Agentur, die auf Trends nicht nur reagieren kann. Wir beschleunigen, bewegen, hinterfragen, wagen mutigen Fortschritt, denken weiter, erleben, …

Die Basis unseres Designs ist das adaptierte FOON Logo. Ursprünglich als horizontaler Schriftzug entwickelt, haben wir uns dazu entschlossen, das Wort FOON neu zu setzen um dadurch die Herleitung des Namens („Focus On“) spürbarer zu machen und durch die beiden O’s den Fokus auf das Zentrum zu legen. Es entstand ein dynamisches Logo, das zugleich Teil eines dynamischen Claims ist („Focus On Strategy“, „Focus On Design“, etc.). Zusätzlich wurden die Buchstaben im Logo geschärft um dadurch Klarheit und Zielgerichtetheit zu symbolisieren. Denn ein klarer Fokus zeichnet unsere Strategien und Designs aus.

Da FOON nunmehr seit sieben Jahren für Strategie und Design stand, war eines der zentralen Themen, die Welt der Technologie sichtbar zu machen und so nun aus zwei Säulen, drei zu machen und diese miteinander verschmelzen zu lassen.

In unserer Farbauswahl haben wir uns für die RGB-Farbwelt (Lichtfarben) entschieden. Erstens, weil die 256 Farben umfassende Farbwelt fokussierter ist als beispielsweise das CMYK-Pendant. Wir verwenden keine Mischfarben, sondern klare Farben. Denn wir sind in unserer Arbeit mutig, und Mut lässt keinen Platz für Unschärfe und Unklarheit. Und zweitens stehen die RGB-Farben sinnbildlich für die „Ur-Farben“ der digitalen Welt, wodurch wir das Zusammenspiel von Analogem und Digitalem unter dem Dach von FOON unterstreichen möchten.

Auch unsere Bildwelt lässt analoge und digitale Welten verschmelzen und ist Ausdruck dafür, dass wir bei FOON klassische Design- und Strategiekompetenz mit Online-Marketing-Expertise verbinden. Auf dem Fundament einer digitalen Hintergrundebene, als Rückgrat unserer Arbeit, entsteht ein experimentierfreudiges, analoges Design. Als verbindendes Element lässt der bildliche Fokus die beiden Ebenen verschmelzen.

Wie messen wir aber nun, ob unser Re-Design erfolgreich war? Das positive Feedback unserer Kunden ist ein erster wichtiger Schritt für uns, der uns bestärkt, den Weg den wir eingeschlagen haben, mutig weiter zu gehen. Insbesondere spüren wir aber auch, dass das neue Design vor allem innerhalb unseres Teams seine identitätsstiftende Wirkung immer stärker entfaltet. Wir glauben, dadurch zu erkennen, dass wir etwas richtig gemacht und einen Nerv getroffen haben. Der Weg hin zu einem Corporate Design kann steinig und lang sein, aber diesen Weg zu gehen ist, von fundamentaler Bedeutung. Ob das Endprodukt schlussendlich jedem „gefällt“, ist, wie gesagt, gar nicht mehr so wichtig.

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Statement "Focus on Creatiity" auf rotem Hintergrund

KREATIV SIND NUR DESIGNER, KÜNSTLER ODER GENIES

Alle anderen Menschen haben nicht die Fähigkeit ein Problem kreativ zu lösen oder Neues zu erschaffen. Außer sie haben einen Geistesblitz oder werden von der Muse geküsst – Bullshit – lasst euch das nicht einreden, das ist schlicht und ergreifend nicht wahr.

Schon Joseph Beuys sagte: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“

Ob er damit recht hat, vermag ich nicht zu beantworten. Aber so ziemlich jeder hat als Kind gezeichnet, gemalt, oder sich die abstrusesten Geschichten ausgedacht. Ich weiß noch, wie der kleine Tom stundenlang unter einem, mit einer Bettdecke präparierten Couchtisch in den Weltraum flog und die spannendsten Abenteuer erlebte. Im Nachhinein könnte man meinen, dass sich Kinder instinktiv auf ein schöpferisches Leben vorbereiten und spielerisch Kreativität erlernen. Wahrscheinlich, weil es in anderen Zeiten überlebensnotwendig war in seiner Höhle die Reste des gerade zerlegten Tieres zu seinen Füßen zu betrachten, um daraus auf kreative Art und Weise eine bessere Waffe zu basteln, um ein noch größeres Tier zu erlegen. Wenn man sich vor Augen hält, dass sich das menschliche Gehirn seit etwa 40.000 Jahren nicht verändert hat und die ersten Schriften erst ca. 5.000 Jahre alt sind, ist für mich eines klar: die Menschheit muss kreativ sein.

Aber lassen sich mit Kreativität allein neue brauchbare Ideen kreieren oder Probleme lösen?

Historisch gesehen stammt das Wort „Kreativität“ (kreativ) vom lateinischen „creare“, was soviel bedeutet wie erschaffen. Kreativität steht für ein gestalterisches, schöpferisches Potential. Dies äußert sich in ästhetisch-künstlerischen Bereichen wie Kunst, Design oder Produktentwicklung, dem freien Spielen mit Ideen, sowie im konkreten Lösen von Problemen.

Im Agenturleben wird schnell klar, dass sich ein Designer nicht im luftleeren Raum befindet, sondern dass er immer auf die Kenntnisse des Bewährten aufbaut. Ebenso betrachtet er die Grundregeln die entweder vom Kunden oder der Marketing-Branche vorgegeben werden. Gleichzeitig öffnet er sich durch neuartige Kombinationen von bekanntem Wissen für das Unbekannte, das Neue. Also ist ein gutes Briefing wichtig!

„Wir brauchen ein schönes Logo.“

Das ist ein Satz den man als Designer nicht hören will. Wie oben beschrieben befindet sich hier der Designer im luftleeren Raum und es ist schwierig oder schlichtweg unmöglich auf Bewährtes oder Normen zurückzugreifen. Eines muss uns klar sein: der Kreative erschafft sich diese Regeln selbst, wenn er keine Vorgaben bekommt. Denn nur so ist es ihm möglich eine Abweichung von der Norm, oder ein Ausbrechen aus verfestigten Denkstrukturen zu schaffen. “Wie soll man auch über den Tellerrand blicken, wenn dieser nicht klar definiert ist?”

Man denke nochmal an die Geschichte. Kreative wie Künstler, Entdecker oder Genies die planlos agieren, werden gemeinhin wenig verständnisvoll „Spinner oder Chaoten“ genannt.
All jenen, die mit Designern zusammenarbeiten, sei gesagt: „Bitte definieren sie die Parameter, denn keiner ist gern ein Spinner“.

Als verkannte Genies gelten allerdings auch Menschen, deren neue Kreationen und Ideen nicht verstanden werden, oder für manche gar verstörend wirken. Von diesen Designern oder Künstlern heißt es dann, dass sie ihrer Zeit voraus waren. Manchmal ist es aber auch wirklich wie in einem Haifischbecken: jeder Versuch eine neue Idee zu verteidigen, wird mit Haut und Haaren aufgefressen. Neue Ideen haben es schwer. Viele geniale Kunstwerke, die heute gefeiert werden, wurden von Zeitgenossen verachtet. Die Durchsetzung einer guten Idee ist also ein sozialer Prozess und kein kreativer. Selbstverständlich geht es hier um die richtige Kommunikation. Ich bin mir sicher, gute Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen lässt geniale, kreative Schöpfungen entstehen und erlaubt es, uns stets weiterzuentwickeln. So wie unsere Vorfahren, die sich verbessert haben, um die größten Tiere des Waldes erlegen zu können.

Wir alle verfügen über das nötige kreative Potential. Ob wir es auch zu nutzen vermögen, hängt davon ab, wie sehr wir den Mut aufbringen uns zu unserem kreativen Ich zu bekennen und es zu entfalten.

Cheers,
TOM WAGNER
SENIOR ARTDIRECTOR

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