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GOOGLE TAG MANAGER: ALL IN ONE

Dass man auf Google lustige Katzenbilder suchen kann, weiß so gut wie jeder. Im Portfolio der Suchmaschine gibt es aber so viel mehr zu entdecken: Der Google Tag Manager beispielsweise lässt die Herzen von Online Marketern höherschlagen: Er bildet einen zentralen Ort, von dem aus alle Tags ausgespielt werden können. Änderungen im Tracking? Neue Conversionpixel? Das klappt dank Tag Manager auch ohne Programmierkenntnisse.

Der Google Tag Manager ist ein kostenloses Tool, mit dem Code-Schnipsel verwaltet und in eine Webseite eingebunden werden können, ohne direkt am Quellcode dieser arbeiten zu müssen. Das können Tracking-Codes, benutzerdefinierte JavaScripts oder auch einfache HTML-Bestandteile sein.

Mit Hilfe des Tools und dessen Verknüpfung mit Google Analytics ist es also möglich, komplexere Tracking-Aufgaben schnell und effektiv über eine benutzerfreundliche Web-Oberfläche einzurichten.

Starting with the structure

Der grundlegende Aufbau des Google Tag Managers besteht aus dem Konto, Containern und Benutzern. Das Konto bildet das übergeordnete Struktur-Element und kann mehrere Container enthalten. Ein Container wiederum repräsentiert eine in sich geschlossene Einheit wie z. B. eine Webseite oder eine App. Benutzer und Berechtigungen können ganzen Konten oder einzelnen Containern zugeordnet werden.

Dürfen wir vorstellen: Der Container

Der Aufbau innerhalb eines Containers setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: Tags, Regeln und Makros. Tags sind Code-Fragmente, die über den Google Tag Manager in die Webseite integriert werden. Auslöse- und Blockierregeln steuern, wann diese Tags eingebunden werden. Makros, von denen es bereits viele vordefinierte gibt, dienen zur genaueren Beschreibung der Daten innerhalb der Tags und der Regeln.

Der Google Tag Manager ist ein sehr umfangreiches, flexibles und mächtiges Werkzeug und in der Gesamtheit seiner Möglichkeiten nicht ganz trivial. Will man die Funktionalität vollkommen ausschöpfen, erfordert es einige Zeit der Einarbeitung. Für die Umsetzung komplexer Tracking-Aufgaben sind zudem die technischen Fähigkeiten eines Webentwicklers gefragt.

6 Gründe für den Einsatz des Google Tag Managers

Zeitersparnis

Beispiel: Man möchte gerne wissen, wie oft ein bestimmtes Video auf der eigenen Webseite angeklickt wurde. Ohne den Google Tag Manager müsste ein Webanalyst die Anforderung zunächst an die IT-Abteilung übergeben. Diese müsste die Anforderung prüfen, Zeit freischaufeln, den Tracking-Code in die Webseite einbinden und dem Analysten anschließend Rückmeldung geben, sodass dieser das Tracking in die Google Analytics-Berichte integrieren kann. Das schafft Abhängigkeiten und verzögert unter Umständen ein ganzes Projekt. “Mit Google Tag Manager kann das Analytics-Team Code-Einbindungen selbst durchführen, wodurch die IT-Abteilung entlastet und ein Projekt schneller umgesetzt werden kann.”

Benutzerverwaltung

Arbeiten mehrere Personen oder Agenturen zusammen, können verschiedene Berechtigungsstufen gesetzt werden. Man kann genau festlegen, welche Nutzer Lese-, Bearbeitungs- und Veröffentlichungsrechte erhalten sollen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn mehrere User gleichzeitig an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten.

Testen

Der Vorschaumodus ermöglicht es bereits vor der Veröffentlichung einer Version, diese zu testen. Dazu wird vom System ein Cookie gesetzt, welches den Vorschaumodus speziell für den verwendeten Browser aktiviert. Darüber, ob ein bestimmtes Tag ausgelöst wurde, kann eine sogenannte Debugging-Konsole Aufschluss geben, welche dem Vorschaumodus zugeschaltet werden kann.

Versionskontrolle

Für Änderungen lassen sich im Google Tag Manager Versionen mit entsprechendem Änderungsverlauf erstellen. Dies erlaubt genau nachzuvollziehen, was, wann, an welcher Stelle und von wem geändert wurde. Mit nur einem Klick lässt sich so die vorherige Version wiederherstellen, sollte doch einmal etwas schiefgegangen sein.

Funktionserweiterung

Google Analytics ist ein hervorragendes Tool, um Webseiten zu analysieren. Doch was die Genauigkeit angeht, lässt sich noch einiges mit zusätzlichen Trackings verbessern. Ein großes Problem von Google Analytics ist, dass es grundlegend die Daten nur beim Laden der Seite erfasst. Alles was nach einem erfolgreichen Seitenaufruf passiert, wird standardmäßig nicht mitgeschnitten. Durch Event-Tracking lässt sich diese Lücke schließen, was bei entsprechender Einrichtung wesentlich genauere Daten zur Folge hat.

Kurzfristige Veränderungen

Ein weiterer Einsatzzweck bei welchem der Google Tag Manager behilflich sein kann, sind temporäre Einbindungen in die Webseite. Wenn beispielsweise eine Umfrage unter Nutzern gemacht werden soll, muss nicht zwangsläufig am Quellcode der Seite geschraubt werden. Der HTML- und Javascript-Code für ein herkömmliches Umfrage-Popup kann einfach mittels Google Tag Manager in die Seite geladen werden. Am Ende des Umfrage-Zeitraums ist die Einbindung mit wenigen Klicks wieder deaktiviert.

“Hello it’s me, the User”

Benutzerdefinierte Trackings und vor allem Event-Tracking bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um genauere Daten über das Verhalten der Nutzer zu erfassen. Hier einige Beispiele, wie die Standardfunktionalität von Google Analytics erweitert werden könnte:

Wie weit scrollt der Nutzer nach unten?
Wie oft werden bestimmte PDF-Dateien heruntergeladen?
Wie oft wird ein „mailto“-Link angeklickt?
Wie oft werden welche Outbound-Links angeklickt?
Wie werden Formulare auf Ihrer Webseite genutzt? Was wird dort ausgefüllt?
Wie intensiv werden eingebettete Videos genutzt?

Foon Approved

Der Google Tag Manager ist ein hervorragendes Werkzeug, um das Verhalten von Nutzern zu messen. Der Quellcode der Webseite kann ohne Programmierkenntnisse über eine benutzerfreundliche Oberfläche verändert werden, wodurch Ressourcen gespart und Projekte schneller zum Abschluss gebracht werden können. Die große Flexibilität und die Vielzahl der Möglichkeiten des Tools bieten einen echten Mehrwert.

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JUST ANOTHER STARTUP-BLOG?

Nimmt man die mediale Aufmerksamkeit als Gradmesser, dann sind Startups, diese Einhorn-reitenden Jungunternehmen, der vermutlich heißeste Scheiß der vergangenen Jahre in der heimischen Wirtschaftswelt. Kaum ein Wirtschaftsmagazin, das nicht über sie spricht. Kaum ein Politiker, der sich nicht gerne mit den JungunternehmerInnen ablichten lässt. Was in den USA schon seit vielen Jahren existiert, ist bei uns in den vergangenen Jahren sukzessive gewachsen – eine lebendige Startup-Szene. In Wien, Graz, Linz und der restlichen Alpenrepublik ist diese Szene aber nicht nur gewachsen, sondern vor allem auch erwachsen geworden. Eine erste Phase der Romantik („Jeder von uns kann, nein, WIRD der nächste Mark Zuckerberg werden!“) haben wir erfolgreich hinter uns gelassen. Der Fokus der Startup-GründerInnen wurde durch diese „Ent-Romantifizierung“ geschärft, und damit auch ihre Ideen, Konzepte und Strategien.

Grund genug – möchte man meinen – dass auch wir jetzt mit unserer eigenen Kolumne über Startups beginnen. In den kommenden Wochen und Monaten wollen wir Themen aufgreifen, die Agenturen und Startups gleichermaßen beschäftigen, und damit unterstreichen, dass diese Kolumne für uns mehr ist als nur der Sprung auf den Startup-Zug oder das wagemutige Reiten der Startup-Hype-Welle.

Treu nach Giovanni Trapattoni: „Was erlauben FOON?“

Was befähigt uns, über Startups zu schreiben? Wir meinen, zwei Dinge. Zum einen kennen wir die Zusammenarbeit mit Startups bereits aus unseren eigenen Kundenbeziehungen. Diese Kolumne entstand auch aus unserem Alltagsgeschäft heraus. Immer häufiger arbeiten wir mit jungen UnternehmerInnen zusammen, manche von ihnen „Startups“ im eigentlichen Sinn (innovatives Geschäftsmodell, ausgerichtet auf Wachstum), andere eher klassische Jungunternehmen. Egal, ob Startup oder Jungunternehmen (hier wird in Österreich leider nur selten unterschieden), sie teilen häufig die gleiche Mentalität. Diese Kunden sind für uns etwas Spezielles, denn sie beeinflussen auch, wie wir als Agentur arbeiten.

Zum anderen durfte ich selbst rund zweieinhalb Jahre lang für das Marketing eines Grazer Startups verantwortlich sein, bevor ich im Mai dieses Jahres die Seiten gewechselt und in der Agentur angeheuert habe. Die zweieinhalb Jahre waren eine unfassbar lehrreiche Zeit: Das Lernen einer neuen Sprache (von der „Disruption“ über das „Pivoting“ bis hin zum „Cap Table“). Der mühsame Weg von der Idee zum Produkt. Die Herausforderung, Investoren bei Laune zu halten. Das Leben mit einem Planungszeitraum, der immer nur wenige Monate in die Zukunft reicht, weil am Horizont das Geld auszugehen droht. Die Erfolge, die man gemeinsam feiert und die Fehler, die man gemeinsam begeht. All diese Dinge haben geholfen, ein gutes Bild davon zu bekommen, was es heißt, Teil eines Startups zu sein und zu verstehen, welche Bedürfnisse Startups haben.

Das Streben nach Veränderung

Was fasziniert uns alle so an Startups? Einerseits ist es der Glaube an Veränderung, den viele Startup-GründerInnen teilen. Startups wollen in der Regel nicht einfach nur erfolgreich sein, sondern auch den Status Quo verändern. Und dieser Glaube an Veränderung ist etwas sehr Wertvolles. Startups sind ein großer Gewinn für unser Land, unabhängig von ihrem individuellen Erfolg.
“Wenn vieles in unserem Land auf Stillstand ausgerichtet ist, dann benötigt es Menschen, die mutig etwas Neues wagen und auf Veränderung setzen. Andererseits sind es natürlich auch die Erfolgsgeschichten, die Startups schreiben und die die Menschen faszinieren.”Leider bleibt bei all der Faszination häufig unbeachtet, dass die große Mehrheit aller Startups diese großen, medienwirksamen Erfolge nie erreichen wird, denn nicht an jeder Straßenecke wartet die nächste Billion-Dollar-Idee.

Als Agentur faszinieren uns Startups, weil sie mit ihrer Mentalität auch unsere Arbeitsweise verändern. In der Phase der Corporate Identity und Corporate Design Entwicklung müssen wir die Marken, die wir kreieren, üblicherweise bereits weit denken um auf Veränderungen in der Zukunft vorbereitet zu sein. Deshalb konzentriert man sich bei der Markenentwicklung auf den Kern des Unternehmens, da sich dieser in der Regel nicht wesentlich verändert.

In unserer Zusammenarbeit mit Startups besteht die besondere Herausforderung darin, dass Veränderungen zum Tagesgeschäft gehören. Je früher die Zusammenarbeit mit einem Startup ansetzt, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Produkt oder das Geschäftsmodell noch größere Veränderungen durchlaufen wird. Je früher die Zusammenarbeit, desto flexibler muss die Agentur arbeiten. Aus diesem Grund achten wir in der Markenentwicklung darauf, dass auch die Marken selbst Spielraum für Entwicklung haben. Es gilt, insbesondere in der Frühphase eines Startups, die Marke nicht zu spitz, sondern offen und flexibel zu denken, damit im Falle einer Änderung des Geschäftsmodells oder der Produktfunktionalität nicht die gesamte Marke neu gedacht und neu entwickelt werden muss. In diesen Phasen müssen wir den Startups als Berater zur Seite stehen und sie von den Vorteilen einer offeneren Markenentwicklung überzeugen. Insbesondere brauchen wir Kreativzyklen mit kürzeren Abstimmungsphasen.

Dieses Beispiel alleine zeigt, welchen Einfluss Startups auf unsere Arbeit haben. Unsere neue Kolumne richtet sich zukünftig an Startups und Agenturen gleichermaßen. Und generell an all jene, die vom Thema fasziniert sind und noch mehr darüber lesen wollen. Die Kolumne richtet sich aber auch an uns selbst – an unser Team bei FOON. Sie konserviert, was wir über Startups wissen und was wir Tag für Tag aufs Neue durch unsere Zusammenarbeit mit Startups lernen. Wir glauben, Startups brauchen starke Partner, die sie dabei unterstützen, den nächsten Schritt gehen zu können. Sei es im Design, in der Strategie und bei Performance-Themen. Als Agentur wollen wir genau dieser Partner sein, damit der Wellenritt der Einhorn-reitenden Startup-GründerInnen möglichst erfolgreich wird. Unsere Surfbretter sind gepackt.

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