Statement "WHO AM I" auf leuchtend grünem Hintergrund

WARUM MAN IN 7 TAGEN ZWAR DIE WELT,
ABER KEIN CORPORATE DESIGN ERSCHAFFEN KANN

Bei FOON gehört es zu unseren zentralsten Aufgaben Corporate Designs zu entwickeln. Viele unserer Kunden möchten, dass wir sie auf dem Weg hin zu einem, von Grund auf überarbeiteten, visuellen Erscheinungsbild begleiten. Und das machen wir dann auch sehr akribisch: Wir fragen nach, wir diskutieren, wir experimentieren, wir entwickeln Entwürfe, wir verwerfen Entwürfe, wir überarbeiten und finalisieren. Am Ende stehen im Optimalfall ein Corporate Design, das unseren Kunden widerspiegelt sowie fröhliche und zufriedene Gesichter. Kurzum: Kunde glücklich, FOON glücklich.

Wenn wir die Romantik-Brille abnehmen, dann blicken wir auf einen Prozess, der häufig ein sehr mühsamer und langwieriger ist. Warum? Weil die Entwicklung eines Corporate Designs mehr als das Entwerfen von Logos, Farb-, Schrift- und Bildwelten ist. Im Idealfall liegt davor ein theoretischer Prozess, der ergründet, wer man eigentlich ist. Der ergründet, welche Identität dem Unternehmen zugrunde liegt – die Corporate Identity.

Auch intern sind wir in den vergangenen Monaten, nach der Fusion zweier Agenturen, vor die Frage gestellt worden: Wer sind wir denn nun eigentlich? Wie passen wir zusammen? Was macht uns in der neuen Konstellation aus? Wie heißen wir denn jetzt eigentlich? An diesem Punkt mit einem Corporate Design zu beginnen, wäre wie ein Schuss ins Blaue gewesen. Man hätte sich auf rein ästhetische Faktoren gestützt, auf das – um es in Social Media Termini zu formulieren – „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“. Deshalb stand zunächst unsere eigene Wesensfindung auf dem Programm. Und er danach die Entwicklung unseres neuen Corporate Designs.

Identität vs. Geschmack

Die Kunst in der Entwicklung eines Corporate Designs besteht darin, dass es seine visuelle Wirkung nach außen und innen entfaltet. Sowohl für die Endkunden als auch für die eigenen Mitarbeiter soll es eine visuelle Richtlinie sein, wofür ein Unternehmen steht. Für das Unternehmen soll es gleichzeitig Ziel und auch Spiegel des unternehmerischen Selbstbildes sein. Auf Logo, Farb- und Schriftbild eines Unternehmens zu blicken, heißt auch auf die Menschen und die Kultur im Unternehmen zu blicken.

“Die Frage sollte nicht in erster Linie sein, ob das Design „gefällt“ oder „nicht gefällt“, sondern ob es „stimmt“ oder „nicht stimmt“.”

Seit es Corporate Designs gibt, gibt es auch die Diskussion über Identität und Geschmack. Diese Diskussion ist oftmals der Ausdruck unterschiedlicher Zielsetzungen. Agenturen haben den Anspruch ein Corporate Design zu entwickeln, das die Identität eines Unternehmens ausdrückt und gleichzeitig auch Identität im Unternehmen stiften kann. Kunden setzen hingegen häufig einen ästhetischen Maßstab an. Wenn Kunden mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, dann hören Agenturen häufig, dass die Designs dem Kunden „nicht gefallen“. Auf Nachfrage, warum das so ist, bekommen sie meistens Antworten, die einen persönlichen Geschmack ausdrücken (a la „Die Farbe gefällt mir nicht“). Die Frage sollte jedoch nicht in erster Linie sein, ob das Design „gefällt“ oder „nicht gefällt“, sondern ob es „stimmt“ oder „nicht stimmt“.

Ja, ein Corporate Design verfolgt natürlich eine ästhetische Zielsetzung. In erster Linie geht es aber darum, ob das Zusammenspiel aus Logo, Farben, Schriften und Bildern die Identität eines Unternehmens visuell richtig, d.h. authentisch, darstellt. Im Idealfall trifft das Corporate Design genau den Nerv des Unternehmens und damit: seine Identität. Kunden sehen das Design und darin auch ihr eigenes Unternehmen. Sie sehen beispielsweise scharfe Schriftkanten und erkennen darin die klaren Entscheidungsstrukturen in ihrem Unternehmen.

Ein ganz besonderer Kunde

In den vergangenen Monaten haben wir am Corporate Design eines äußerst anspruchsvollen Kunden gearbeitet: an unserem eigenen. FOON als Kunde von FOON sozusagen. Nachdem sich unsere Agentur in den vergangenen Monaten erweitert und neu aufgestellt hat, galt es, diese Veränderungen auch in der eigenen Corporate Identity und dadurch im Corporate Design auszudrücken.

Die Entwicklung einer Corporate Identity ist auch eine Phase der Analyse und Weichenstellung. Es gilt den großen Bogen zu spannen: Woher kommen wir, wo stehen wir, wohin wollen wir gehen. Was auf den ersten Blick philosophisch anmutet, ist auch zutiefst unternehmerisch. Deshalb haben wir die Möglichkeit genutzt, um gleich den gesamten visuellen Auftritt unserer Agentur von Grund auf zu überarbeiten und uns neu zu positionieren.

Warum FOON so aussieht, wie FOON eben jetzt aussieht

Oder: Wer sind wir? Wir sind eine Agentur, die den Kunden ins Zentrum stellt und ein Unternehmenslebenlang begleitet. Wir sind eine Agentur, die auf Trends nicht nur reagieren kann. Wir beschleunigen, bewegen, hinterfragen, wagen mutigen Fortschritt, denken weiter, erleben, …

Die Basis unseres Designs ist das adaptierte FOON Logo. Ursprünglich als horizontaler Schriftzug entwickelt, haben wir uns dazu entschlossen, das Wort FOON neu zu setzen um dadurch die Herleitung des Namens („Focus On“) spürbarer zu machen und durch die beiden O’s den Fokus auf das Zentrum zu legen. Es entstand ein dynamisches Logo, das zugleich Teil eines dynamischen Claims ist („Focus On Strategy“, „Focus On Design“, etc.). Zusätzlich wurden die Buchstaben im Logo geschärft um dadurch Klarheit und Zielgerichtetheit zu symbolisieren. Denn ein klarer Fokus zeichnet unsere Strategien und Designs aus.

Da FOON nunmehr seit sieben Jahren für Strategie und Design stand, war eines der zentralen Themen, die Welt der Technologie sichtbar zu machen und so nun aus zwei Säulen, drei zu machen und diese miteinander verschmelzen zu lassen.

In unserer Farbauswahl haben wir uns für die RGB-Farbwelt (Lichtfarben) entschieden. Erstens, weil die 256 Farben umfassende Farbwelt fokussierter ist als beispielsweise das CMYK-Pendant. Wir verwenden keine Mischfarben, sondern klare Farben. Denn wir sind in unserer Arbeit mutig, und Mut lässt keinen Platz für Unschärfe und Unklarheit. Und zweitens stehen die RGB-Farben sinnbildlich für die „Ur-Farben“ der digitalen Welt, wodurch wir das Zusammenspiel von Analogem und Digitalem unter dem Dach von FOON unterstreichen möchten.

Auch unsere Bildwelt lässt analoge und digitale Welten verschmelzen und ist Ausdruck dafür, dass wir bei FOON klassische Design- und Strategiekompetenz mit Online-Marketing-Expertise verbinden. Auf dem Fundament einer digitalen Hintergrundebene, als Rückgrat unserer Arbeit, entsteht ein experimentierfreudiges, analoges Design. Als verbindendes Element lässt der bildliche Fokus die beiden Ebenen verschmelzen.

Wie messen wir aber nun, ob unser Re-Design erfolgreich war? Das positive Feedback unserer Kunden ist ein erster wichtiger Schritt für uns, der uns bestärkt, den Weg den wir eingeschlagen haben, mutig weiter zu gehen. Insbesondere spüren wir aber auch, dass das neue Design vor allem innerhalb unseres Teams seine identitätsstiftende Wirkung immer stärker entfaltet. Wir glauben, dadurch zu erkennen, dass wir etwas richtig gemacht und einen Nerv getroffen haben. Der Weg hin zu einem Corporate Design kann steinig und lang sein, aber diesen Weg zu gehen ist, von fundamentaler Bedeutung. Ob das Endprodukt schlussendlich jedem „gefällt“, ist, wie gesagt, gar nicht mehr so wichtig.

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