Statement "Focus on Creatiity" auf rotem Hintergrund

KREATIV SIND NUR DESIGNER, KÜNSTLER ODER GENIES

Alle anderen Menschen haben nicht die Fähigkeit ein Problem kreativ zu lösen oder Neues zu erschaffen. Außer sie haben einen Geistesblitz oder werden von der Muse geküsst – Bullshit – lasst euch das nicht einreden, das ist schlicht und ergreifend nicht wahr.

Schon Joseph Beuys sagte: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“

Ob er damit recht hat, vermag ich nicht zu beantworten. Aber so ziemlich jeder hat als Kind gezeichnet, gemalt, oder sich die abstrusesten Geschichten ausgedacht. Ich weiß noch, wie der kleine Tom stundenlang unter einem, mit einer Bettdecke präparierten Couchtisch in den Weltraum flog und die spannendsten Abenteuer erlebte. Im Nachhinein könnte man meinen, dass sich Kinder instinktiv auf ein schöpferisches Leben vorbereiten und spielerisch Kreativität erlernen. Wahrscheinlich, weil es in anderen Zeiten überlebensnotwendig war in seiner Höhle die Reste des gerade zerlegten Tieres zu seinen Füßen zu betrachten, um daraus auf kreative Art und Weise eine bessere Waffe zu basteln, um ein noch größeres Tier zu erlegen. Wenn man sich vor Augen hält, dass sich das menschliche Gehirn seit etwa 40.000 Jahren nicht verändert hat und die ersten Schriften erst ca. 5.000 Jahre alt sind, ist für mich eines klar: die Menschheit muss kreativ sein.

Aber lassen sich mit Kreativität allein neue brauchbare Ideen kreieren oder Probleme lösen?

Historisch gesehen stammt das Wort „Kreativität“ (kreativ) vom lateinischen „creare“, was soviel bedeutet wie erschaffen. Kreativität steht für ein gestalterisches, schöpferisches Potential. Dies äußert sich in ästhetisch-künstlerischen Bereichen wie Kunst, Design oder Produktentwicklung, dem freien Spielen mit Ideen, sowie im konkreten Lösen von Problemen.

Im Agenturleben wird schnell klar, dass sich ein Designer nicht im luftleeren Raum befindet, sondern dass er immer auf die Kenntnisse des Bewährten aufbaut. Ebenso betrachtet er die Grundregeln die entweder vom Kunden oder der Marketing-Branche vorgegeben werden. Gleichzeitig öffnet er sich durch neuartige Kombinationen von bekanntem Wissen für das Unbekannte, das Neue. Also ist ein gutes Briefing wichtig!

„Wir brauchen ein schönes Logo.“

Das ist ein Satz den man als Designer nicht hören will. Wie oben beschrieben befindet sich hier der Designer im luftleeren Raum und es ist schwierig oder schlichtweg unmöglich auf Bewährtes oder Normen zurückzugreifen. Eines muss uns klar sein: der Kreative erschafft sich diese Regeln selbst, wenn er keine Vorgaben bekommt. Denn nur so ist es ihm möglich eine Abweichung von der Norm, oder ein Ausbrechen aus verfestigten Denkstrukturen zu schaffen. “Wie soll man auch über den Tellerrand blicken, wenn dieser nicht klar definiert ist?”

Man denke nochmal an die Geschichte. Kreative wie Künstler, Entdecker oder Genies die planlos agieren, werden gemeinhin wenig verständnisvoll „Spinner oder Chaoten“ genannt.
All jenen, die mit Designern zusammenarbeiten, sei gesagt: „Bitte definieren sie die Parameter, denn keiner ist gern ein Spinner“.

Als verkannte Genies gelten allerdings auch Menschen, deren neue Kreationen und Ideen nicht verstanden werden, oder für manche gar verstörend wirken. Von diesen Designern oder Künstlern heißt es dann, dass sie ihrer Zeit voraus waren. Manchmal ist es aber auch wirklich wie in einem Haifischbecken: jeder Versuch eine neue Idee zu verteidigen, wird mit Haut und Haaren aufgefressen. Neue Ideen haben es schwer. Viele geniale Kunstwerke, die heute gefeiert werden, wurden von Zeitgenossen verachtet. Die Durchsetzung einer guten Idee ist also ein sozialer Prozess und kein kreativer. Selbstverständlich geht es hier um die richtige Kommunikation. Ich bin mir sicher, gute Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen lässt geniale, kreative Schöpfungen entstehen und erlaubt es, uns stets weiterzuentwickeln. So wie unsere Vorfahren, die sich verbessert haben, um die größten Tiere des Waldes erlegen zu können.

Wir alle verfügen über das nötige kreative Potential. Ob wir es auch zu nutzen vermögen, hängt davon ab, wie sehr wir den Mut aufbringen uns zu unserem kreativen Ich zu bekennen und es zu entfalten.

Cheers,
TOM WAGNER
SENIOR ARTDIRECTOR

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Die Worte "Focus on Adwords" auf schwarzem Hintergrund

ADWORDS EDITOR 12.0: THE OPTICAL EVOLUTION

Auch die größten Updatemuffel dürften mittlerweile mitbekommen haben, dass Google eine neue Version des AdWords Editors veröffentlicht hat und dessen Verwendung mit hartnäckigen Pop-Ups forciert. Wir haben das Update unter die Lupe genommen und berichten, ob wir uns von einem Schock erholen müssen, oder ob es sich um eine Erfahrung mit Happy-End handelt.

Der AdWords Editor nach der Politur

Für viele Performance-Marketer ist der AdWords Editor von Google das bevorzugte Tool, wenn es darum geht, Arbeitsschritte wie das Aufsetzen von Kampagnen, das Kampagnenmanagement oder die Erstellung von Anzeigen, effizient und zeitsparend umzusetzen. Dank der Verwendung des Editors entfallen nervtötende Seitenladezeiten sowie Browser-Inkompatibilitäten und der Online-Zwang. Der schnelle Einsatz von Copy and Paste, die praktische (und meist problemlose) Export-/Importfunktion von Tabellen sowie das Durchführen von Bulk-Änderungen gehen ebenso simpel wie übersichtlich von der Hand. Nun hat Google, nachdem bereits der neue Look der Onlineoberfläche vorgestellt wurde, auch den beliebten Editor mit einem Update auf Version 12 versorgt und diesen nicht nur mit graphischen Anpassungen versehen, sondern auch mit nützlichen Funktionen angereichert. Die Änderungen betreffen nicht nur optische Anpassungen am Interface, sondern reichen von benutzerdefinierten Regeln über zusätzliche Felder für Anzeigen bis hin zu neuen Gebotsstrategien.

Material-Design und schnellere Ladezeiten

Die offensichtlichste Änderung hat beim Design der Oberfläche stattgefunden. Die Aufmachung erinnert nun sehr stark an die Design-Prinzipien von Material-Design, auch wenn Google, offenbar systembedingt, weniger Gestaltungsspielraum zur Verfügung steht als nötig wäre, um die Designvorgaben zur Gänze umzusetzen. Klare Schriften treffen nun auf kontrastreichere Hintergründe, Hover- sowie Mausklick-Effekte werfen deutlich längere und intensivere Schatten, Icons sind, mit wenigen Ausnahmen, einheitlich im Material-Look gehalten, Listenelemente werden durch dezente Rahmen abgegrenzt und das Agieren mit diversen Kontrollelementen ähnelt ab sofort stärker jenen Verhaltensweisen, die man bereits aus anderen Produkten der Google Familie kennt. Die optische Neuauflage des Editors hätte bestimmt noch radikaler ausfallen können. “Hier erhielt gemäßigte Evolution Vorzug gegenüber der Revolution, wie sie beispielsweise beim Web-Interface von AdWords stattfinden wird.” Erfreulich ist zudem, dass Datenmigrationen aus früheren Versionen des Editors jetzt deutlich flotter geladen und ausgeführt werden können als dies bisher der Fall war. Dadurch sollen kommende Updates des Editors noch schneller verbreitet und an die Marketer gebracht werden.

Benutzerdefinierte Regeln

Endlich ist es möglich, benutzerdefinierte Regeln zu erstellen und zu editieren, die bei Verstößen gegen Best Practices den User benachrichtigen, sodass bei Bedarf entsprechende Anpassungen vorgenommen werden können. Von Haus aus benachrichtigt der Editor sinnvoll bei Verstößen, wie dem Fehlen von wichtigen Anzeigenerweiterungen, dem Fehlen von Zielgruppen, einer ungünstigen Anzeigenrotation bzw. Anzeigenauslieferung und vielem mehr. Insgesamt finden sich aktuell 16 integrierte Regeln, die je nach Vorkommnis eines Regelverstoßes ausgelöst werden.

Die benutzerdefinierten Regeln sind in der linken Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand zu finden. Um eine neue Regel hinzuzufügen, sind nach dem entsprechenden Buttonklick noch der Name, die angezeigte Nachricht sowie die Bedingungen der Regel einzugeben. Bei Letzterem kann man auf den gesamten Entitätspool von AdWords zurückgreifen und gegebenenfalls auch sehr komplexe Bedingungen entwerfen. Zudem kann eingestellt werden, dass bei Regelverstößen das Uploaden unterbunden wird. Eine vor allem hinsichtlich der internen Qualitätssicherung durchaus willkommene Option.

Welcome Gebotsstrategie

Bislang befanden sich in den Einstellungen auf Kampagnenebene des Suchnetzwerkes lediglich zwei auswählbare Gebotsstrategien – Manueller Cost per Click sowie Ziel Cost per Acquisition. Ein großes Defizit zu den umfassenden Auswahlmöglichkeiten des Web-Interfaces. Mit der neuen Version gesellt sich die Gebotsstrategie „Conversions maximieren“ zu den alteingesessenen Optionen hinzu. Strategien wie „Klicks maximieren“, „Ziel-ROAS“, „Ausrichtung auf Suchseitenposition“ oder „Kompetitive Auktionsposition“ sucht man allerdings weiterhin vergeblich, auch wenn es sich dabei vermutlich um eher selten verwendete oder wenig beachtete Optionen handelt.

Mehr Möglichkeiten bei responsiven Ads

Responsive Ads sind Anzeigenformate aus Text-Bild-Kompositionen, die sich sehr flexibel in die jeweilige Website integrieren lassen und sich auch optisch gemäß ihrer Farbpalette anpassen können. Bei Bedarf wird auf die Aussteuerung des Bildes auch komplett verzichtet, folglich erscheinen responsive Ads dann als Textanzeige. Für Marketer sind sie ob ihrer einfachen Erstellung ein beliebtes Anzeigenformat zur Beimischung in das bereits vorhandene Anzeigenportfolio. Die Erstellung responsiver Anzeigen ist einer jener Vorgänge, der bevorzugt in der Online-Oberfläche von AdWords erledigt wird. Die Erstellung im Editor ist zwar prinzipiell möglich, aufgrund fehlender Funktionalitäten, wie der vorgeschlagenen Auswahl an Stock-Photos basierend auf der Zielseite, aber nur bedingt brauchbar.

Diesen Umstand versucht das Update zumindest etwas zu verringern, indem es neue Felder einführt, die früher der Weboberfläche vorbehalten waren. Dazu zählen beispielsweise das Hinzufügen eines Logos im 4:1 Format, Präfixe für Preisangaben, Texte für Promotions sowie Dropdowns für Call To Action-Texte. Letztere können entweder automatisiert generiert werden, oder man wählt aus einem Dropdown mit über 10 Einträgen den für den Kunden am geeignetsten Eintrag aus. Die Auswahl deckt dabei einen Großteil der erwünschten Nutzerinteraktionen ab und reicht von transaktionsgetriebenen bis hin zu eher informativen Aktionen. Zu finden sind die neuen Einstellungen im Tab „Erweiterte Einstellungen“.  Eine notwendige, wenn auch noch nicht ganz hinreichende Entwicklung der Handhabung von responsiven Anzeigen im AdWords Editor.

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