Werbetext Basics: Teil 2

Im ersten Teil von Werbetext Basics haben wir bereits die drei wichtigsten Elemente eines Werbetextes besprochen:

  • Tonalität,
  • USPs
  • und das richtige „Gefühl“.

Wie gesagt, ohne die geht es nicht. Wer tiefer in medias res eintauchen möchte, kann sich noch eine ganze Menge anderer Tipps zu Herzen nehmen. Und zwar zum Beispiel diese hier (die Moral darf derweil still im Eckchen sitzen ;)):

Zuerst denken, dann schreiben.

Bevor man sich ans Texten macht, sollte man schon eine Idee haben – eine „Story“ (die sich zumindest zwischen den Zeilen spinnt), einen roten Faden. Nicht zu vergessen die „Klammer“. Aber die kommt zum Schluss!

Zuerst schreiben, dann korrigieren.

Um im kreativen Flow zu bleiben, sollte man einfach schreiben, was das Zeug hält. Rechtschreibung, Grammatik und Tippfehler sind fürs Erste komplett unwichtig. Wer sich damit aufhält, kommt schnell aus dem Takt. Also lieber schreiben, schreiben, schreiben. Für Korrekturen ist zum Schluss noch Zeit.

Gib ihnen, was sie brauchen.

Jede Zielgruppe hat spezifische Bedürfnisse (oder denkt, sie zu haben). Diese sollten in jeder Art von Werbemittel angesprochen werden. Die Botschaft zwischen den Zeilen: „Mit unserem Produkt wird Ihr Bedürfnis befriedigt.“

Schreib, was sie hören wollen.

Man kann ein Produkt ganz nüchtern beschreiben. Oder so, wie es das Unternehmen gerne hätte. Am effektivsten aber ist es, das Produkt genau so zu präsentieren, wie es der Zielgruppe gefällt: in ihrer Sprache, in ihrer Tonalität, in ihrem Stil.

Touch me!

Werbung wirkt auf den ersten Blick natürlich über Bildwelten. Textlich wiederum zählen Wortbilder, Vergleiche, Synonyme, die schnell eine eigene Welt im Kopf entstehen lassen. Stichwort: Kopfkino. Ein Beispiel: „Das entrückte Lächeln des dicken Mannes erinnerte an jenes der feisten kleinen Buddha-Figuren in chinesischen Restaurants …“. Nicht zu vergessen: Emotionen. Leser wollen berührt werden!

Tease me!

Menschen sind lesefaul. Und das mehr denn je, dank Social Media, Whats App und Co. Sprich: Prägnante Werbetexte sind gut, aber das waren sie ohnehin schon immer. Ganz besonders wichtig sind auch Teaser, die zum Weiterlesen anregen. Hier eignen sich vor allem Fragen, Andeutungen und Behauptungen.

Wenn’s mal länger wird …

Apropos Lesefaulheit: Gerade bei längeren Texten, Artikeln, Blogs etc. gilt es, den Leser bei Laune zu halten. Das lässt sich recht gut mit Zwischenüberschriften bewerkstelligen. Auch hier darf „geteasert“ werden. Allerdings sollte man es auf keinen Fall mit Fragen und Behauptungen übertreiben. Lieber ab und an gezielt einsetzen.

Call to action!

In den meisten Fällen möchte ein Werbetext (Website, Anzeige etc.) den Leser/User zu einer Handlung bewegen. Zum Beispiel soll er sich gezielt über ein Produkt informieren, es online bestellen, in ein Geschäft kommen etc. Dazu kann und soll er auch aufgefordert werden und zwar mit einem sogenannten „Call-to-Action“ wie “Mehr erfahren unter…”, “Jetzt informieren” oder “Jetzt online bestellen”.

Zum Schluss die Klammer!

Je länger der Werbetext ist, umso wichtiger ist es, ihm eine inhaltliche Klammer zu verpassen. Das bedeutet, im Schlusssatz wird das Thema nochmal kurz aufgegriffen. Praktische Tipps zum Thema Werbetext gibt es also viele (und noch mehr), wie man sieht. Aber welche drei davon sind wirklich essentiell – erinnern Sie sich noch?

Das wäre zum Beispiel eine „Klammer“.

Also viel Spaß beim Texten. Und wenn’s mal nicht klappt: Wir sind gerne für Sie da!