Gerade für Texter kann ein Briefing schon mal einzig und allein aus dem Satz „Schreib einfach etwas!“ bestehen. Aber ganz so einfach funktioniert das natürlich nicht. Briefings werden in der Agenturszene leider meist recht stiefmütterlich behandelt. Jeder braucht sie, aber keine mag sie so richtig. Das Resultat sind oft schlechte Briefings, die einen Rattenschwanz an Folgen mit sich ziehen können.

Wie brieft man einen Texter?

Perfekte Briefings: 8 Tipps, wie Sie einen Texter* optimal briefen.

Gerade für Texter kann ein Briefing schon mal einzig und allein aus dem Satz „Schreib einfach etwas!“ bestehen. Aber ganz so einfach funktioniert das natürlich nicht. Briefings werden in der Agenturszene leider meist recht stiefmütterlich behandelt. Jeder braucht sie, aber keine mag sie so richtig. Das Resultat sind oft schlechte Briefings, die einen Rattenschwanz an Folgen mit sich ziehen können: Dem Texter fehlen essenzielle Elemente zum Aufbau des Texts. Der Kunde wiederum stellt fest, dass er gar nicht genau weiß, was er überhaupt mit dem Text kommunizieren möchte. Und daraus wiederum können Missverständnisse folgen und mit Sicherheit wird einiges an Zeit verschwendet. Zeit, die mit einem guten Briefing bereits optimal genutzt werden hätte können!

Darum haben wir für Sie die wichtigsten Punkte, die ein Briefing an einen Texter erfüllen sollte, zusammengefasst. Zugegeben, es sind indirekt gesehen weit mehr als acht Tipps. Das aber mit gutem Recht. Nicht vergessen: Je besser ein guter Texter gebrieft ist, desto besser ist mit großer Wahrscheinlichkeit auch das Endergebnis.

 

1. Basisinfo & Ausgangssituation: Wichtiges zuerst!

Übermitteln Sie Ihrem Texter alle wichtigen Infos über:

  • Unternehmen, Produkt/Leistung und Markt
  • USPs des Produkts/der Leistung
  • Kernzielgruppe und etwaige Unterzielgruppen
  • Zweck/Hintergründe der geplanten Werbeaktion
  • Medien, die im Zuge der Werbeaktion genutzt werden

 

2. Wie|Wann|Wo erscheint der Text?

Damit der Texter gegebenenfalls seinen Schreibstil auch dem jeweiligen Medium anpassen kann, informieren Sie ihn darüber:

  • Wie bzw. in welcher Form (Websitetext, Zeitungskolumne, PR-Text …) der Text,
  • wann und
  • wo erscheinen soll!

 

3. Input: Nur her damit!

Wenn Sie über Inhalte verfügen, die für die Textierung des neuen Textes relevant sind, dann lassen Sie auch diese Ihrem Texter zukommen. Der Input kann dabei sowohl aus bestehenden Texten (von Websites, Foldern etc.) bestehen oder aus neuem, in Stichworten zusammengefasstem Inhalt.

 

4. Kernbotschaft & Intention: Vorab klären und danach alles daran ausrichten!

Idealerweise machen Sie sich als Auftraggeber darüber schon vorab intensive Gedanken. Sollten Sie Hilfe brauchen, teilen Sie dies Ihrer Agentur bzw. Ihrem Texter einfach mit – und erarbeiten Sie Kernbotschaft und Ziele gemeinsam! Wenn Sie bereits wissen, was Sie wollen, dann teilen Sie dem Texter mit:

  • Welche Kernbotschaft durch den Text vermittelt werden soll.
  • Und wozu der Kunde bewegt werden soll.

 

5. Sprache & Tonalität: Der Ton macht die Musik!

Klären Sie folgende Fragen ebenfalls intern oder mit Ihrer Agentur bzw. Ihrem Texter! Denn nur wenn die Werbebotschaft auch die „Sprache“ der Zielgruppe spricht, wird sie von dieser auch angenommen.

  • Gibt es ein Corporate Wording, an das man sich halten sollte?
  • Welche Tonalität ist gewünscht? Seriös/faktenorientiert, freundlich/kompetent etc.?
  • Wird die Zielgruppe direkt abgesprochen. Wenn ja, mit du, ihr oder Sie?
  • Wie spricht das Unternehmen von sich? Nur in dritter Person oder auch in der Wir-Form?
  • Gibt es spezielle Schreibweisen? Z.B. Wird der Unternehmensname in Versalien oder kursiv geschrieben?
  • Gibt es spezifische Redewendungen, Wörter, Aussagen, die unbedingt sein sollten oder absolut vermieden werden müssen?

 

6. SEO: Keywords und Co gleich vorab analysieren!

Suchmaschinenoptimierte Texte müssen mehr als nur gut und zielgruppengerecht sein. Sie sollten unter anderem auch relevante Keywords und im Idealfall auch Longtails und passende Synonyme in einer bestimmten Häufigkeit enthalten. Wenn es bereits eine Keywordanalyse für den geplanten Text gibt, dann übermitteln sie diese Ihrem Texter. Falls es noch keine Keywords gibt, klären Sie mit der Agentur bzw. dem Texter, wer die Analyse vorab übernimmt.

 

7. Textaufbau: Länge und Struktur exakt festlegen!

Folgende Fragen klären Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Texter – außer es gibt bereits ein Corporate Wording oder andere Vorgaben, an die man sich halten sollte.

  • Wie lang (z.B. wie viele Worte, Zeichen) soll der Text sein?
  • Gibt es einen gewünschten Aufbau? Zum Beispiel: Headline und Subheadline; Absätze; Absätze mit eigenen Überschriften etc.

 

8. Abgabezeit und Format: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Und damit sich der Text auch noch zur richtigen Zeit und im richtigen Format in Ihrem Postfach einfindet, informieren Sie Ihren Texter:

  • Bis wann Sie den Text erhalten möchten.
  • Und in welcher Form: Als Word-Doc, eingepflegt in die Website etc.

So viel zu einem guten Briefing. Hört sich im ersten Moment vielleicht alles etwas kompliziert an: Aber aus Erfahrung wissen wir, dass ein Briefing dieser Art viele Umwege sparen und gleich zu einem guten Ergebnis führen kann!

 

*Wenn wir hier der Einfachheit halber von einem Texter sprechen, meinen wir natürlich auch alle geschätzten TEXTERINNEN damit!