Etwas spät dran und daher auch nicht mehr ganz so guter Hoffnung schickte ich damals meine Bewerbung an die Online Marketing Agentur Both Interact. Ganz nach dem Motto: Times New Roman kommt immer gut an und ein Zitat am Anfang kann auch nie schaden. Umso erstaunter war ich, als ich tatsächlich nur kurze Zeit später einen Anruf bekam. Die Aufregung war zusätzlich groß, da ich nur wenige Tage darauf mein Auslandssemester in Stuttgart antreten sollte. Via Skype folgte also ein Bewerbungsgespräch, das lockerer hätte nicht sein können.

INTERNal Flame: Why not Both?

Etwas spät dran und daher auch nicht mehr ganz so guter Hoffnung schickte ich damals meine Bewerbung an die Online Marketing Agentur Both Interact. Ganz nach dem Motto: Times New Roman kommt immer gut an und ein Zitat am Anfang kann auch nie schaden. Umso erstaunter war ich, als ich tatsächlich nur kurze Zeit später einen Anruf bekam. Die Aufregung war zusätzlich groß, da ich nur wenige Tage darauf mein Auslandssemester in Stuttgart antreten sollte. Via Skype folgte also ein Bewerbungsgespräch, das lockerer hätte nicht sein können. Abgesehen von ständiger Panik, ob denn die neue Internetverbindung zusammenkrachen würde und andauernder Hoffnung, dass mein neuer Hip-Hop liebender Mitbewohner keine schimpfwortlastigen Lieder aus seinen Lautsprechern dröhnen lasse, wurde 45 Minuten lang ausgefragt, diskutiert und gescherzt. Nach einer kurzen Wartezeit hieß es schon: „Willkommen bei Both Interact!“

Eingang Both Interact
Die Eingangstür von Both Interact.

Sonne, SEO, Social Media

Mein Versprechen mit meiner Gitarre auf Hindi ein Lied zu trällern, das ich spontanerweise bei meinem Bewerbungsgespräch gab, musste ich glücklicherweise (noch) nicht einhalten. Stattdessen darf ich Claims erstellen, SEO-Texte schreiben und mich um Social Media Auftritte kümmern. Vom typischen Akteneinordnen, wie man es von vielen anderen Praktikumserfahrungen hört, gibt es hier keine Spur.

Eigener Arbeitsplatz, MacBook Pro und ein total fancy Wasserspender – das ist etwas, wovon so manche Praktikanten der Kreativbranche nur träumen können. Doch nicht bei Both Interact. Hier ist das alles selbstverständlich. Tolles Team, 1A-Ausbildung und kontinuierliche Kaffeezufuhr.

Arbeitsplatz bei Both Interact
Der perfekte Arbeitsplatz: Kaffee, Wasser, Mac und Smartphone.

Wie man merkt, klinge ich schon nach meinen ersten drei Wochen wie ein kleiner „Werbefuzzi“ – und das nicht ohne Grund. Seit meinem ersten Tag bei Both Interact werde ich direkt in das Bürogeschehen eingeteilt. Aber das soll ja kein typischer „Mein Praktikum ist so toll“-Text werden. Nein. Natürlich nicht. Ich als Journalismus- und PR-Studentin bin ja von Natur aus ein sehr kritischer Mensch. Also muss ich eines auch bemäkeln: Kaffeeholen muss ich schon. Und das in Massen. Unüblichen Massen! Allerdings nur für mich selbst. Aus einer Luxus-Kaffeemaschine wie sie im Buche steht. Wie man merkt, fällt mir das Beklagen ziemlich schwer.

Kaffeetasse Both Interact
Die Tasse bleibt nie lange voll: Mein Lebenselexier Kaffee.

 

InDesign statt Times New Roman

Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, bei diesem Eintrag objektiv zu bleiben und auch den ein oder anderen Makel hervorzuheben, muss ich sagen, dass ich mir kaum einen besseren Praktikumsplatz wünschen hätte können. Viel zu viele Gründe überzeugen mich täglich aufs Neue davon, was für ein Glück ich hier habe. Meine KollegInnen stehen mir stets zu Verfügung (und ein kleiner Grünschnabel wie ich tanzt ganz schön oft in ihren Büros an), ich bekomme Aufgaben, die auch jemand mit mehr als Volksschul-Kenntnissen absolvieren könnte (das kann man bei Weitem nicht von jedem Praktikum behaupten), und vor allem: ich bekomme Verantwortung. Vom ersten Tag an fühlte ich mich wie ein richtiges Teammitglied.

Nun warten noch fünf weitere spannende Wochen bei Both Interact auf mich. Times New Roman habe ich mir schon abgewöhnt. Stattdessen wird InDesign erforscht. Fremde Zitate von wichtigen Menschen finden auch keine Verwendung mehr – ich denke mir selbst besondere Sprüche aus.

Wer sich dann noch fragt, ob man ein Praktikum mit Spaß verbinden kann, dem kann nur eines gesagt werden: Why not Both?