Oma sagt: „Du findest eh immer schnell neue Freunde!“ Mama schreibt: „Die werden sicher alle ganz nett sein!“ Freund ruft: „Wird schon werden!“ Kein Wunder, dass ich an diesem Morgen ein Déjà-vu-Erlebnis hatte. Wie am ersten Schultag regnet es Motivationssprüche, Nervosität steht mir quasi auf der Stirn geschrieben und die Zeit, die eigentlich fürs Frühstück eingeplant war, wird vor dem Kleiderschrank verbracht.

INTERNal Flame: Mein erster Tag

Oma sagt: „Du findest eh immer schnell neue Freunde!“ Mama schreibt: „Die werden sicher alle ganz nett sein!“ Freund ruft: „Wird schon werden!“ Kein Wunder, dass ich an diesem Morgen ein Déjà-vu-Erlebnis hatte. Wie am ersten Schultag regnet es Motivationssprüche, Nervosität steht mir quasi auf der Stirn geschrieben und die Zeit, die eigentlich fürs Frühstück eingeplant war, wird vor dem Kleiderschrank verbracht.

Eingang Both Interact
Die Eingangstür von Both Interact.

Die besten Voraussetzungen für den ersten Auftritt

Mit knurrendem Magen, zwei verschiedenen Socken an den Füßen und dem größten Grinsen, das ich zu dieser Uhrzeit aufbringen konnte, stand ich also um acht Uhr morgens bei Both Interact vor der Tür. Lukas, der Geschäftsführer, gab mir höchstpersönlich eine Einweisung, was meine Aufregung nicht gerade verringerte. Doch nichts dergleichen! Durch die freundliche Begrüßung der Kollegen und eine kleine Vorstellungsrunde zu Beginn, blieb nicht mehr viel Platz für Nervosität. In meinem Kopf, der ständig damit beschäftigt war, die gerade erwähnten Namen nicht wieder zu vergessen, war gerade noch soviel Freiraum, um mich an meinen eigenen zu erinnern.

 

Neue Umgebung, neue Fettnäpfchen

Nun war ich mit verlegenem Lächeln selbst an der Reihe, meine Person vorzustellen. Nette und neugierige Gesichter, die meine Aufregung nur so verfliegen ließen, schauten mir entgegen. Als ich anschließend ein „sehr süß!“ von Magdalena hörte, fiel mir der erste große Stein vom Herzen. Nachdem dann meine Aufgaben für die nächsten Tage geklärt wurden, hörte ich auch schon den nächsten fallen: Ich muss keinen Kaffee kochen, nicht die Küche putzen und auch keine Medienverteiler erstellen. Auf mich warten Claims, SEO-Texte und Social Media Kanäle.

Facebook Post Both Interact
Hier bin ich 🙂

Schon an meinem ersten Tag wartete die Erstellung eines Slogans für ein technisches Unternehmen auf mich. Da ich aber stets die Erste bin, die in ein Fettnäpfchen tritt, ließ auch das natürlich nicht lange auf sich warten: Glücklicherweise bemerkte ich erst einige Tage später, dass ich das gute Ding „Claimer“ und nicht Claim genannt hatte. So blieb mir zumindest das typische In-den-Boden-Versinken zu Beginn der neuen Praktikumsstelle erspart.

Auf meinen ersten Tag folgten bis jetzt schon viele weitere – und das mit aufregenden Herausforderungen. Doch gleich nach meinen ersten paar Stunden bei Both Interact konnte ich meine Oma, meine Mutter und meinen Freund beruhigen: „Ja, die sind alle ganz nett!“, „Ja, es hat mir gut gefallen!“ und „Ja, ich freu mich auf die nächsten Wochen!“.